Wenn es schlecht läuft für den VfL Bochum, kommt es im letzten Heimspiel des Jahres knüppeldick. Zumindest, was das Personal in der Abwehr angeht. Tim Hoogland droht auszufallen.

VfL Bochum

Hoogland-Ersatz steht parat

Ralf Ritter
09. Dezember 2016, 20:07 Uhr
Foto: Gero Helm

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Wenn es schlecht läuft für den VfL Bochum, kommt es im letzten Heimspiel des Jahres knüppeldick. Zumindest, was das Personal in der Abwehr angeht. Tim Hoogland droht auszufallen.

Der Innenverteidiger, in den letzten Wochen einer der wenigen stabil spielenden Profis, konnte am Freitag wegen eines Magen-Darm-Infekts nicht trainieren. Und Trainer Gertjan Verbeek konnte nicht sagen, ob der 31-Jährige heute gegen den TSV München 1860 (13 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion) spielen kann. Fällt er aus, wird der VfL wohl mit einer extrem jungen Innenverteidigung agieren müssen. Denn im Abwehrzentrum fehlen ja längst die Kapitäne Felix Bastians und Patrick Fabian, seit dieser Woche zählt auch der zuletzt in Bielefeld spielende Pawel Dawidowicz dazu (muskuläre Probleme).

Die Alternativen heißen zunächst Gökhan Gül, Maxim Leitsch und Dominik Wydra. Gül ist 18 und spielt meist in der A-Jugend. Der Jung-Nationalspieler hat diesen Job bereits in Dresden übernommen vor zwei Wochen, agierte bei seiner Startelf-Premiere aber noch recht unsicher. Leitsch ist auch erst 18, er ist ein Linksfuß - und eine Option auch für die Startelf. „Das ist immer denkbar, denn es passt zu unserer Philosophie“, so Verbeek. Neuzugang Wydra ist 22, er kam bisher meist auf der rechten Abwehrseite zum Zug, so richtig überzeugt hat er noch nicht. Einer dieser drei wird auf jeden Fall spielen - vielleicht auch zwei.

An die Option, dass bei einem Hoogland-Ausfall Führungskraft Anthony Losilla nach hinten rückt wie schon beim Auswärtsspiel in Würzburg im September, denkt Verbeek eher nicht, weil der Franzose dann als Schaltfigur im defensiven Zentrum fehlen würde. Rechts wird wieder Jan Gyamerah spielen, der auch erst 21 ist. Kein Geheimnis machte der VfL-Coach daraus, dass Johannes Wurtz nach seiner Gelben Karte wieder in die Startelf zurückkehrt im zentralen offensiven Mittelfeld. „Er war in den letzten Wochen vor seiner Sperre Stammspieler und gehörte zu den Besten bei uns“, lobte Verbeek.

Wer die Flügel besetzt, ließ er offen. Vermutlich rückt Nils Quaschner nach links, auf dieser Position hat der Stürmer gegen Braunschweig überzeugt. Rechts könnten dann Alexander Merkel, Tom Weilandt, Arvydas Novikovas oder Selim Gündüz beginnen. Vermutlich macht Weilandt das Rennen. Nicht nur wegen der personellen Probleme erwartet Verbeek aber eine „schwere Aufgabe. Die Münchener haben viel individuelle Qualität, sie werden nicht immer unten stehen.“
Das sollte natürlich auch für sein Team gelten. Für die Stimmung und tabellarische Situation jedenfalls wäre ein Erfolg im letzten Heimspiel 2016 enorm wichtig. Bei einer weiteren Niederlage zieht auch München vorbei - und der VfL wäre zum Abschluss beim Schlusslicht FC St. Pauli schon mittendrin im nackten Abstiegskampf.

Bis jetzt aber, das betonte der Trainer nach 15 Liga-Partien Rang 13 zum Trotz, sei er den Umständen entsprechend mit seinem Team zufrieden: „Insgesamt haben wir bei den Verletzungsproblemen, die wir haben, gut gepunktet. Die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten, wie trainiert wird, stimmt. Es ist das Maximale, das wir bislang herausholen konnten, auch wenn es nicht immer das maximal beste Resultat ist.“

Autor: Ralf Ritter

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