Nachdem die Fortuna den Zweiten der 3. Liga am vergangenen Wochenende mit einem beherzten Auftritt an den Rande einer Niederlage brachte, messen die Kölner nun am Samstag (14 Uhr) in der Schauinsland-Reisen-Arena ihre Kräfte mit dem Ersten.

Fortuna Köln

Zielstrebig gegen den MSV Duisburg

Rheinfussball
09. Dezember 2016, 16:53 Uhr
Foto: RS-Foto

Foto: RS-Foto

Nachdem die Fortuna den Zweiten der 3. Liga am vergangenen Wochenende mit einem beherzten Auftritt an den Rande einer Niederlage brachte, messen die Kölner nun am Samstag (14 Uhr) in der Schauinsland-Reisen-Arena ihre Kräfte mit dem Ersten.

Viel Lob habe sein Team nach dem 1:1 gegen den VfL Osnabrück eingeheimst, so Uwe Koschinat. Und der Trainer sieht seine Elf, wenn sie diese Leistung erneut gegen den MSV Duisburg auf den Platz bringen kann, keineswegs chancenlos gegen den Tabellenführer. „Wir haben derzeit eine Phase, in der wir gefestigt auftreten. Gewisse Abläufe funktionieren und kehren immer wieder. Das gibt uns ein gutes Gefühl“, so der Coach, der dies aber gerne auch mit mehr Punkten als nur den beiden aus den Spielen in Paderborn und gegen Osnabrück untermauert hätte: „Da wäre mir ein miserables Spiel und ein Sieg lieber gewesen.“ Trotz der 25 Punkte, sozusagen die Hälfte der angestrebten Miete, und Platz neun will Koschinat nichts von einem neuen Selbstverständnis der Fortuna wissen. „Dafür ist unsere Serie ein bisschen zu kurz.“

Am Samstag geht es nun mit den Zebras gegen einen Gegner, der wenig Tore schießt (18 in 17 Partien) und noch weniger kassiert (zehn). Dennoch glaubt der Kölner Fußballlehrer nicht unbedingt an eine wenig torreiche Begegnung. „Duisburg legt sicher zunächst einmal mehr Wert darauf gut organisiert zu sein, vorne haben sie sowieso genügend Qualität. Wir sind aber, das wurde mir auch von Osnabrücker Seite bestätigt, die mit Abstand aktivste Mannschaft der Liga. Wir laufen brutal hoch an und haben auch einen schnellen Zug zum Tor.“ Und seit der Rückkehr von Kristoffer Andersen habe man auch wieder eine „hohe Kompetenz auf dem Platz“.

„Da geht uns ein gewisse defensive Stabilität verloren und auch Optionen im Spielaufbau. Wir werden versuchen, eine Lösung zu finden, bei der man dies nicht so extrem merkt“, sagt Koschinat derweil zur Gelb-Sperre von Bone Uaferro. Der Innenverteidiger bildete in den letzten Wochen ein kongeniales Duo mit Cedric Mimbala. Rechtsverteidiger Daniel Flottmann soll laut Koschinat aber nicht ins Abwehrzentrum rücken. Jannik Schneider, von dem Koschinat sagt, er sei ein „absoluter Wettkampftyp“, in dieser Saison noch ohne eine einzige Spielminute wäre eine denkbare Lösung. Der 20-Jährige wurde bereits in der Spielzeit zuvor in der Endphase ins kalte Wasser geworfen und absolvierte damals vier Spiele in Folge von Beginn an mit tadellosen Leistungen. Auch Christopher Theisen ist wieder spielberechtigt und zumindest im Kader. „Für ihn ist es zuletzt unglücklich gelaufen mit den beiden Gelb-Roten-Karten, aber er besticht durch herausragende Trainingsleistungen.“

Wieder einsatzfähig, aber nicht im Kader ist Cimo Röcker. „Ähnlich wie bei Selcuk Alibaz werden wir aber ihm noch viel Freude haben“, sagt Koschinat, der „begeistert war“ von dem Spiel von „Sele“ gegen Osnabrück auch „wenn es nur 45 Minuten waren“. Er habe dies hervorragend gelöst und dem Spiel der Fortuna nach seiner Hereinnahme eine andere Note gegeben. „Ich denke, der Schlüssel waren die langen persönlichen Gespräche, die ich mit dem Spieler geführt habe.“

Autor: Rheinfussball

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren