Zlatko Janjic bleibt der Pechvogel beim MSV. Stanislav Iljutcenko könnte eine Alternative sein. Baris Özbek soll trotz seiner Sperre helfen.

Fünfter Bänderriss

Janjic bleibt der MSV-Pechvogel

Thomas Kristaniak
09. Dezember 2016, 10:50 Uhr
Foto: Firo

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Zlatko Janjic bleibt der Pechvogel beim MSV. Stanislav Iljutcenko könnte eine Alternative sein. Baris Özbek soll trotz seiner Sperre helfen.

Manchmal ist auch bei einem erfahrenen Fußballprofi die Wahrnehmung etwas selektiv. Zlatko Janjic, Offensivmann von Drittliga-Spitzenreiter MSV Duisburg, fand es nämlich schade, dass im Schatten der Doppel-Tätlichkeit von Baris Özbek beim Spiel in Lotte niemand über die starke Leistung der Zebras beim 2:0-Sieg gegen die Sportfreunde berichtet habe. Zumindest in diesem Portal stand allerdings zu lesen, dass sich der MSV nach einer zuvor schwierigen Saisonphase eindrucksvoll zurückgemeldet habe und nach der Pause die Unterzahl nicht mehr zu spüren gewesen sei. Ehre, wem Ehre gebührt.

Auch Trainer Ilia Gruev nahm am Donnerstag in der turnusmäßigen Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Fortuna Köln (Samstag, 14 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena) noch einmal Stellung zum Thema der Woche: „Baris hat uns geschadet, denn wir haben 60 Minuten in Unterzahl gespielt. Wir haben mit ihm gesprochen, er hat sich entschuldigt, damit ist das Thema für uns beendet.“

Baris Özbek ist bis Mitte März gesperrt

Das kann es naturgemäß noch nicht ganz sein, denn durch die Sperre von acht Pflichtspielen hat Gruev nun bis Mitte März einen Akteur im Training, der ihm in der Meisterschaft nicht zur Verfügung steht. Dazu sagt der MSV-Coach: „Es ist mit ihm besprochen worden, dass er der Mannschaft in dieser Zeit helfen soll, so wie die Mannschaft am Sonntag etwas für ihn getan hat. Ich erwarte von ihm dass er die Spannung hochhält.“

Wer nun am Samstag in der Startelf die Position des Rotsünders einnimmt, lässt Gruev noch offen: „Wir haben noch vier Leute, die die zentrale Rolle einnehmen können: Tim Albutat, Fabian Schnellhardt, Martin Dausch und Mael Corboz.“ Letzterer wäre eine Überraschung, denn der 22-jährige US-Amerikaner hat es bislang nur auf die Bank, aber nicht einmal auf den Platz geschafft.
Zlatko Janjic ist skeptisch, ob es bis Samstag klappt

Womöglich gibt es aber auch noch einen Spieler aus der letztwöchigen Startelf zu ersetzen. Der Einsatz von Zlatko Janjic ist nämlich stark gefährdet, weil der Doppel-Torschütze aus den beiden vergangenen Spielen umgeknickt ist und nun an einem Bänderriss laboriert. „Das Sprunggelenk ist dick, ich konnte im Training nur laufen“, berichtet der 30-Jährige, der hofft, dass die Schwellung rechtzeitig zurückgeht. Wirklich optimistisch gibt er sich allerdings nicht: „Das ist jetzt schon mein fünfter Bänderriss – und bislang habe ich es noch nie geschafft, dass ich nach einer Woche Verletzungspause wieder spielen konnte.“

Womöglich kehrt im Gegenzug ein anderer Offensivakteur zurück. Stanislav Iljutcenko hat in den vergangenen drei Tagen voll mittrainieren können.

Autor: Thomas Kristaniak

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