Wenige Tage nach seinem Karriereende wegen anhaltender Rückenbeschwerden hat Alvaro Dominguez schwere Vorwürfe gegen seinen Ex-Verein Borussia Mönchengladbach erhoben.

"Keine Menschlichkeit"

Dominguez ledert gegen Gladbach

sid
08. Dezember 2016, 20:56 Uhr
Foto: Firo

Foto: Firo

Wenige Tage nach seinem Karriereende wegen anhaltender Rückenbeschwerden hat Alvaro Dominguez schwere Vorwürfe gegen seinen Ex-Verein Borussia Mönchengladbach erhoben.

Wenige Tage nach seinem Karriereende wegen anhaltender Rückenbeschwerden hat Alvaro Dominguez (27) schwere Vorwürfe gegen seinen Ex-Verein Borussia Mönchengladbach und die medizinische Abteilung des Fußball-Bundesligisten erhoben. Der Klub habe ihn wider besseren Wissens über die Schwere seiner Verletzung im Unklaren gelassen, sagte Dominguez der spanischen Sportzeitung Marca: "In Gladbach gab es keine Menschlichkeit." Dominguez erwägt nun, gegen die Borussia zu klagen.

Als er gesehen hat, wie ich gegangen bin, hat er die Hände vors Gesicht geschlagen und mich gefragt, ob ich wirklich so gespielt habe
Dominguez über Hans Müller-Wohlfahrt

Mönchengladbachs Manager Max Eberl reagierte auf die Vorwürfe, die im Verein niemand "weder verstehen noch nachvollziehen" könne. "Wir haben natürlich vollstes Verständnis für seine Emotionen nach dieser für ihn so schwerwiegenden Entscheidung, aber ich kann so viel sagen, dass unser Ärzteteam medizinisch alles Menschenmögliche getan hat, um ihm zu helfen", sagte Eberl.

Ärztliche Abteilung sei einer Elitemannschaft nicht würdig

Der spanische Innenverteidiger Dominguez warf Gladbachs Ärtzen vor, ihn nach der ersten Diagnose nicht weiterbehandelt zu haben. Auf private Kosten habe er daraufhin Spezialisten in ganz Europa aufgesucht, unter anderem Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, Arzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. "Als er gesehen hat, wie ich gegangen bin, hat er die Hände vors Gesicht geschlagen und mich gefragt, ob ich wirklich so gespielt habe", berichtete Dominguez der Marca.

Gladbachs ärztliche Abteilung sei einer Elitemannschaft nicht würdig, sagte Dominguez, schloss allerdings Andreas Bluhm explizit aus seiner Kritik aus. "Der wusste zwar, dass er mir nicht helfen kann, hat mich aber zu Spezialisten geschickt." Monatelang habe er mit unerträglichen Schmerzen gespielt, sagte Dominguez, im entscheidenden Spiel um Platz drei im Frühjahr 2015 habe er weder sprinten noch springen können.

Dominguez war im Sommer 2012 für acht Millionen Euro von Atlético Madrid an den Niederrhein gewechselt und absolvierte 106 Pflichtspiele für die Borussia. Sein letztes Spiel für die Borussia absolvierte Dominguez am 7. November 2015 beim 0:0 gegen den FC Ingolstadt.

Autor: sid

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren