Rot-Weiss Essen gegen den Wuppertaler SV: Vor allem für Essens Rechtsfuß Dennis Malura ist das Aufeinandertreffen der Westklubs eine besondere Geschichte.

RWE

Lob für die Westkurve, Unverständnis für Pöbler

Krystian Wozniak
08. Dezember 2016, 17:46 Uhr
Foto: Micha Korb

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Rot-Weiss Essen gegen den Wuppertaler SV: Vor allem für Essens Rechtsfuß Dennis Malura ist das Aufeinandertreffen der Westklubs eine besondere Geschichte.

Der 32-jährige Familienvater lebt in Solingen und hat eine WSV-Vergangenheit. "Ich habe dreieinhalb Jahre für Wuppertal gespielt. Das war eine schöne Zeit. Noch heute habe ich Kontakt zum Klub. Wie zum Beispiel zum Sportlichen Leiter Manuel Bölstler. Ich freue mich auf das Spiel", erzählt Malura.

Für ihn könnte es am Sonntag auch mit 32 Jahren noch einmal eine kleine Premiere geben. Zuletzt wurde er in Bonn im Mittelfeld eingesetzt. Gegen Wuppertal könnte er sein Heimspiel-Einstand auf dieser Position feiern. "Dennis hat das sehr gut gemacht. Das hat mir gefallen. Er ist auf jeden Fall eine Option für Sonntag im Mittelfeld", sagt RWE-Trainer Sven Demandt. Malura nimmt die Worte des Trainers mit einem Lächeln zu Kenntnis: "Das war schon in Ordnung. Schlimmer wäre es, wenn der Trainer mich auf der Sechs eingesetzt hätte."

Wer weiß, vielleicht hätte RWE ein paar Zähler mehr auf dem Konto, wenn Malura von Beginn an im Mittelfeld gespielt hätte. Denn mit der Punkteausbeute ist der Neuzugang von Viktoria Köln nicht zufrieden. Zu viele Unentschieden waren dabei, meint Malura: "Wir haben es vor allem verpasst, die Big-Point-Spiele zu gewinnen. Gegen Gladbach II, Viktoria Köln und Rödinghausen haben wir drei Heimspiele in Folge gehabt und sind leer ausgegangen. Das ärgert mich heute noch."

Etwas verärgert waren zuletzt auch die Fans. Den Frust einiger Anhänger kann Malura nachvollziehen, nicht aber die vereinzelten Beleidigungen gegen die eigene Mannschaft. "Die Westkurve macht das vorbildlich. Die Mädels und Jungs da hinter dem Tor unterstützen uns von der ersten bis zur letzten Minute. Und auch auswärts ist die Stimmung super. Dafür können wir uns nur bedanken. Was mir aber aufgefallen ist, sind die wenigen Pöbler auf den Gegengeraden. Was ich mir dann manchmal als RWE-Spieler bei einem Einwurf anhören muss, ist nicht zitierbar. Das muss wirklich nicht sein. Ich bin 32 Jahre alt und kann das ab, das juckt mich nicht. Aber wir haben auch junge Spieler in unserem Kader. Die können das vielleicht nicht so ab. Kritik ist okay, aber sie darf nicht unter die Gürtellinie gehen."

Am Sonntag gegen Wuppertal hoffen Malura und seine Kollegen auf eine Top-Atmosphäre. Denn im elften Heimspiel der aktuellen Saison hat RWE nur ein Ziel. Malura: "Wir wollen den fünften Heimsieg mit den Fans feiern und dann nach Düsseldorf fahren und das Jahr siegreich beenden. Dann stünden wir mit 36 Punkten ganz ordentlich da und können alle mit unseren Familien ein schönes Weihnachtsfest feiern."

Autor: Krystian Wozniak

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