TSC Eintracht Dortmund1848/1895. Einer der traditionsreichsten Vereine der Stadt, entstand bei der Fusion des ältesten Dortmunder Fußballvereins Dortmunder SC 95, der sogar auf sechs Jahre Zweitligazugehörigkeit zurückblicken kann, und dem allerersten Sportverein der westfälischen Metropole überhaupt, TV Eintracht 1848. Anfang 1969 schlossen sich die Klubs zusammen und bilden seitdem mit etwa 5500 Aktiven den Mitgliederstärksten Verein der Stadt.

Dortmund: TSC Eintracht droht der Absturz in die Kreisliga B

"Wir müssen der Mannschaft Zeit geben"

nh
03. September 2007, 16:44 Uhr

TSC Eintracht Dortmund1848/1895. Einer der traditionsreichsten Vereine der Stadt, entstand bei der Fusion des ältesten Dortmunder Fußballvereins Dortmunder SC 95, der sogar auf sechs Jahre Zweitligazugehörigkeit zurückblicken kann, und dem allerersten Sportverein der westfälischen Metropole überhaupt, TV Eintracht 1848. Anfang 1969 schlossen sich die Klubs zusammen und bilden seitdem mit etwa 5500 Aktiven den Mitgliederstärksten Verein der Stadt.

Der TSC verfügt über eine breite Angebotspalette an Sportarten. Unter anderem zählen dazu Handball, Feldhockey und natürlich Fußball. Im Jugendbereich stellt der Klub von der Flora hinter dem großen BVB sogar die Nummer zwei. In allen Altersklassen haben sich Teams in den höheren Spielklassen etabliert, B- und A-Jugend spielen sogar Westfalenliga.

Ein Stiefkinddasein führt hingegen der Seniorenfußball. Der Verein schickt auf der Jagd um Punkte zwei Teams ins Rennen. Die zweite Mannschaft spielt in der untersten Spielklasse und die „Erste“ ist seit mehreren Jahren auch nur fester Bestandteil der Kreisliga A Gruppe 2. Jetzt droht der Elf von Trainer Klaus Rohe sogar der Absturz in die B-Liga. Reviersport online fragte beim Sportlichen Leiter Stathis Panagiotidis nach, was im Moment schief läuft.

ReviersportOnline: Hallo Stathis. Letzte Saison haben Sie lange oben mitgespielt und auch mit dem Aufstieg geliebäugelt. Jetzt seid ihr allerdings mit vier Niederlagen in Folge gestartet und belegt den vorletzten Tabellenplatz. Da kann man wohl von einem klassischen Fehlstart sprechen. Woran liegt es?

Panagiotidis: Wir hatten zahlreiche Abgänge und dementsprechend auch viele Neuzugänge, die bislang noch nicht optimal integriert werden konnten. Und das liegt vor allem daran, dass es sich bei den Neuen fast ausschließlich um Studenten handelt und deren Prüfungsphase fiel genau in die Zeit der Vorbereitung. Daher haben uns pro Einheit immer fünf bis sechs Leute gefehlt. So verlief die Vorbereitung für uns alles andere als optimal und wir konnten bisher auch noch nie mit der Wunschelf auflaufen. Allerdings besteht unser Kader zu etwa 70 Prozent aus ehemaligen Eintracht-Jugendspielern, so dass es auf jeden Fall nicht an der Qualität mangelt.

ReviersportOnline: Was muss sich dann Ihrer Meinung nach ändern?
Eigentlich gar nichts. Wir müssen jetzt die Ruhe bewahren und der Mannschaft die Zeit geben, die sie zu ihrer Entwicklung braucht, dann werden sich auch die sportlichen Erfolge einstellen. Man merkt der Mannschaft auf jeden Fall an, dass sie will. Ich glaube, wir brauchen nur ein Erfolgserlebnis und dann platzt auch der Knoten.

ReviersportOnline: Es geht das Gerücht um, dass der zu Saisonbeginn vom VfL Kemminghausen gekommene Coach Klaus Rohe bereits auf der Abschussliste steht. Ist da etwas dran?
Panagiotidis: Absolut nicht. Rohe ist unangetastet und auch ein wirklich guter Trainer. Die von ihm geleiteten Trainingseinheiten sind absolut Kreisliga A tauglich. Die Probleme liegen, wie bereits angesprochen, ganz wo anders. Rohe kann man für unsere momentane Situation keine Schuld geben.

ReviersportOnline: Ein Verein mit derartig guter Jugendarbeit wie der des TSC spielt nur in der Kreisliga A. Wie passt das zusammen?

Panagiotidis: Das ist relativ einfach. Unsere A-Jugend spielt in der Westfalenliga und Jungs, die mit 17 bis 18 Jahren schon auf diesem hohen Niveau angekommen sind, wollen dann natürlich nicht Kreisliga A spielen. Viele haben bereits zu Saisonmitte Angebote von höherklassigen Vereinen und mit deren finanziellen Mitteln können wir leider auch nicht mithalten. Dennoch ist es unser Bestreben, irgendwann mal in die Bezirksliga aufzusteigen, um unserem guten Nachwuchs auch im Seniorenbereich eine echte sportliche Alternative zu bieten.

Autor: nh

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren