Der VfL Bochum ist im Kellergeschoss angekommen.

VfL Bochum

Verbeek will in Bielefeld angreifen

Michael Eckardt
03. Dezember 2016, 07:07 Uhr
Foto: Gero Helm

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Der VfL Bochum ist im Kellergeschoss angekommen.

Nein, nicht selbst, sondern im Hinblick auf die Gegner, die ihm in diesem Jahr noch versuchen werden ein Bein zu stellen. Arminia Bielefeld, am Sonntag um 13.30 Uhr Gastgeber der Bochumer, der TSV 1860 München, neben dem Hamburger SV sicher momentan der schlagzeilenträchtigste deutsche Profiklub, und der FC St. Pauli stecken allesamt bereits jetzt im Abstiegskampf.

Das heißt nicht, dass diese Mannschaften leicht zu besiegen sind. Aber sie müssen schon ein höheres Risiko in Kauf nehmen und dürften andererseits relativ leicht durch Rückschläge zu verunsichern sein. Für den VfL allemal eine Chance, zum Abschluss der Hinrunde das Punktekonto aufzufüllen.

Zumal sich die personelle Situation ein wenig verbessert hat. So wird Gertjan Verbeek gleich fünf Veränderungen im Vergleich zur Startelf in Dresden vornehmen. Jan Gyamerah, Pawel Dawidowicz, Timo Perthel, Nils Quaschner und sogar Tom Weilandt, der dann aber auf der linken Seite spielen wird, sollen in Bielefeld und wohl auch danach mithelfen, dem VfL eine gute Ausgangsposition für die zweite Saisonhälfte zu verschaffen.

„Ein Unentschieden ist okay, aber eben nur ein Punkt. Ich glaube, dass wir eine Taktik gefunden haben, um ein Spiel zu gewinnen“, sagte Verbeek am Freitag und schaute schon ein wenig voraus: „Wir haben noch genügend Spiele, um Punkte zu holen. Ich hoffe, dass wir nach der Winterpause weniger Verletzungen und mehr Erfolg haben und dann auch einmal eine Serie starten können.“ Im Rückblick auf die letzten Spiele sagte der VfL-Trainer: „Wir haben Riesenprobleme gehabt in den letzten Wochen, haben das aber, glaube ich, gut gemacht.“

Der VfL-Trainer wollte sich nicht sonderlich mit Qualität und Befindlichkeit des Gegners beschäftigen. „Es geht darum, was wir machen.Wir wissen, was zu tun ist“, sagte Verbeek, der seine Freude an der Arbeit nicht an Titeln messen möchte. Er sehe sich zum Beispiel jede Woche an, wie Janik Haberer und Onur Bulut gespielt haben. Spieler weiterentwickelt zu haben ist im Verbeekschen Denken Bestätigung. Auch jetzt habe er Jungs dabei, von denen man sagen kann: „Da steckt Potenzial drin.“

Dass es im Profifußball immer schwieriger wird die andere, die große Erfolgsgeschichte zu schreiben angesichts der sich verschlechternden finanziellen Rahmenbedingungen für Klubs, die lange nicht oder noch nie in der Ersten Liga gespielt haben, weiß Gertjan Verbeek aus der Heimat zu berichten. Auf den neuen TV-Vertrag der DFL gemünzt, den der VfL-Vorstand in dieser Zeitung kritisiert hat, sagt er: „Die Zweite Liga in Holland ist nicht mehr interessant. Und so wird es auch in vier, fünf Jahren in Deutschland sein.“

Autor: Michael Eckardt

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