Er ist in Essen geboren, lebt in der Ruhrmetropole und spielte drei Jahre für Rot-Weiss Essen. Am Mittwochabend trifft er als Gegner auf

Schonnebeck - RWE

Heppke hat Angst sich zu verlaufen

Krystian Wozniak
30. November 2016, 10:18 Uhr
Foto: Tillmann

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Er ist in Essen geboren, lebt in der Ruhrmetropole und spielte drei Jahre für Rot-Weiss Essen. Am Mittwochabend trifft er als Gegner auf "seinen Verein".

Die Rede ist von Schonnebecks spielenden Co-Trainer Markus Heppke. Wenn um 19.30 Uhr der Anpfiff des Niederrheinpokal-Viertelfinales im Stadion Essen ertönt, dann wird auch das Herz des 30-jährigen Heppke höher schlagen. "Wenn das nicht der Fall wäre, hätte ich als Sportler etwas falsch gemacht. Jeder freut sich auf dieses besondere Ereignis. Wir spielen als kleine Spielvereinigung Schonnebeck gegen den Stadtprimus Rot-Weiss Essen. Das ist etwas für die Schonnebecker Geschichtsbücher. Wir können den Anpfiff kaum noch abwarten", sagt Heppke.

Vor allem für den ehemaligen Oberhausener, der das Fußballspielen bei Blau-Gelb Überruhr erlernte, wird es eine große Sache. Heppke bestritt von Juli 2011 bis Juli 2014 82 Pflichtspiele (acht Tore, elf Vorlagen) für RWE und besucht immer noch die Spiele an der Hafenstraße - wenn es die Zeit zulässt. "Ich habe da schon ein wenig Angst, dass ich mich verlaufe und in die Heimkabine reingehe", scherzt Heppke. Immerhin kennt er mit Timo Brauer, Marcel Platzek und Kevin Grund noch drei aktuelle RWE-Spieler, die einst seine Mannschaftskollegen bei Rot-Weiss waren. "Dazu kommen noch Leute wie Michael Welling, Damian Jamro oder Mannschaftsbetreuer Peter Sommer. Und in der Kurve kenne ich auch eine Menge Leute. Ich bin stolz darauf, für diesen großen Verein gespielt zu haben. Das wird eine schöne Rückkehr."

Vor allem soll es eine erfolgreiche werden. Denn auch wenn Schonnebeck der krasse Außenseiter ist, wollen sich die Schwalbenträger nicht kampflos geschlagen geben - ganz im Gegenteil: "Die Mannschaft, die ihr Herz auf dem Platz lässt, wird auch gewinnen", betont Heppke und fügt hinzu: "Natürlich ist RWE der Favorit und hat den besseren Kader. Aber hier geht es nur um ein Spiel, um 90 oder 120 Minuten. Wenn wir uns nicht in die Hose machen und so wie zuletzt in der Liga auftreten, dann sehe ich auch eine Chance. Wir werden alles dafür geben, um uns in diesem tollen Stadion vor den vielen Fans so teuer wie möglich zu verkaufen."

Autor: Krystian Wozniak

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