Der 18. Spieltag der Regionalliga West zwischen Alemannia Aachen und den Sportfreunden Siegen wurde mit einem Livespiel abgerundet.

Aachen

Alemannia schlägt Siegen und überholt RWO und RWE

Christian Brausch
29. November 2016, 22:00 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Der 18. Spieltag der Regionalliga West zwischen Alemannia Aachen und den Sportfreunden Siegen wurde mit einem Livespiel abgerundet.

Sport1 hat das Spiel auf dem Aachener Tivoli übertragen. Die Alemannia gab sich gegen den Aufsteiger keine Blöße und fuhr vor 4100 Zuschauern den Heimdreier auf teils schneebedecktem Boden souverän ein - 4:0 hieß es nach den 90 Minuten. Damit behielten die Aachener auch im Rückspiel die Oberhand, nachdem bereits das Hinspiel in Siegen durch einen Treffer von Mergim Fejzullahu an die Alemannia ging.

„Wir wollen die positiven Aspekte aus dem Pokalspiel mitnehmen“, sagte Aachens Coach Fuat Kilic vor der Begegnung. "Ein Livespiel ist immer etwas Besonderes."

Gegen den Tabellensiebzehnten starteten die Hausherren aber etwas verhalten, die ersten Minuten gehörten dem Gast aus Siegen - allerdings ohne wirklich gefährlich zu werden. Besser machten es die Aachener, die mit dem ersten Torschuss in Führung gingen. [person=1995]Florian Rüter[/person] fackelte nach zwölf Minuten nicht lange und traf aus 18 Metern zum 1:0 für die Kilic-Elf. In der 29. Minute schnürte Rüter den Doppelpack. Es war die zweite Chance der Aachener, die gegen Siegen vor dem Wechsel beeindruckend effizient auftraten.

Bei den Gästen merkte man im Verlauf der Partie, dass die Anreise beschwerlich war. Eine Übernachtung vor dem Spiel in Aachen war zu kostspielig, daher fuhren die Siegener um 15:30 Uhr los, mussten durch den Berufsverkehr, um dann am Abend das Gastspiel in Aachen zu absolvieren.

Nach dem Wechsel versuchte Siegen schnell den Anschluss zu erzielen. Doch Aachens Keeper Philip Sprint war beim Schuss von Arda Nebi auf dem Posten (49.). Auf der anderen Seite riss der ehemalige Essener Dominik Poremba die Hände hoch und entschärfte so den Versuch von Fejzullahu (54.). Die Gastgeber hatten nach dieser Möglichkeit wieder alles im Griff und gerieten niemals in Gefahr, den Platz nicht als Gewinner zu verlassen. Kurz vor dem Ende konnte die Alemannia das Ergebnis sogar noch in die Höhe schrauben: Rüter wurde zunächst im Strafraum gelegt, Timo Staffeldt verwandelte den fälligen Elfmeter zum 3:0. Zwei Minuten vor dem Ende erzielte Jannik Löhden mit dem 4:0 den Endstand.

Aachen kletterte durch den Erfolg auf Platz vier, RWO und RWE wurden überholt. Allerdings beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Viktoria Köln satte zwölf Zähler. Siegen bleibt auf Rang 17 - der Abstand auf Schalke II auf dem ersten Nichtabstiegsplatz ist mit zehn Zählern bereits sehr groß.

Autor: Christian Brausch

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