BVB-Profi Marcel Schmelzer hat die Hoffnung, dass die Niederlage in Frankfurt am Ende doch ein positiver Denkzettel war.

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Schmelzer glaubt an Denkzettel

Daniel Berg
28. November 2016, 20:21 Uhr
Foto: firo

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BVB-Profi Marcel Schmelzer hat die Hoffnung, dass die Niederlage in Frankfurt am Ende doch ein positiver Denkzettel war.

Manches muss man vielleicht auch etwas auf sich wirken lassen, um es richtig oder zumindest neu interpretieren zu können. Zum Glück bietet der Fußball ausreichend Spielraum, um ihn so zu deuten, dass es im Hier und Jetzt den meisten Sinn ergibt. Vermutlich gibt es auch keine andere Möglichkeit als diese, wenn in wenigen Tagen schon wieder das nächste Spiel ansteht.

Zwei Tage lang hat Marcel Schmelzer nun die Eindrücke aus dem Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt verarbeitet. Mit 1:2 war es verloren gegangen. Die Leistung war aus schwarz-gelber Sicht recht bescheiden gewesen, was Trainer Thomas Tuchel zu einer außergewöhnlichen, weil geradezu empört und schmallippig vorgetragenen Generalkritik bei der anschließenden Pressekonferenz veranlasste. "Technisch, taktisch, mental, Bereitschaft – komplett. Unsere Leistung war ein einziges Defizit“, sagte er, was inhaltlich richtig war, aber womöglich besser einer internen Aufbereitung vorbehalten geblieben wäre.

Es lässt - Überraschung - durchaus Interpretationsspielraum, dass sich bisher niemand so recht aus der Deckung gewagt hat, wie Tuchels Frontalangriff auf den unterschiedlichen Ebenen ankam. Zum Beispiel bei den Spielern. "Ich habe die Pressekonferenz gar nicht gesehen", reklamierte Marcel Schmelzer am Montag im Anschluss an den mittlerweile traditionellen Weihnachtsbesuch des BVB auf der Kinder-Krebsstation des Städtischen Klinikums Dortmund eine Unkenntnis der Vorfälle für sich.

Lieber deutete er die Niederlage zu etwas am Ende vielleicht sogar Positivem um: "Vielleicht war es auch gut für uns, auch mal einen Denkzettel zu bekommen." Was draufstand, wusste der Kapitän auch: "Wenn wir nicht gut spielen, haben wir auch nichts verdient. Frankfurt hat es sehr gut gemacht - und wir hatten keinen guten Tag." So war es.

Aber ob die Frankfurt-Partie der Borussia wirklich eine Lehre gewesen ist, die in Zukunft vor derlei Ausfällen schützt, darf zumindest angezweifelt werden. Aber seinen Optimismus mochte sich der Kapitän nicht nehmen lassen. Es gibt ja auch kaum eine andere Möglichkeit als diese. "Ich blicke positiv auf das nächste Spiel." Das ist am Samstag gegen Gladbach. Dort deuten sie die Serie aus sieben Ligaspielen ohne Sieg auch als Pech.

Autor: Daniel Berg

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