Bei der U23 von Rot-Weiß Oberhausen ist der Wurm drin. Am Sonntag verspielte der Aufstiegsfavorit eine 3:0-Führung gegen den Duisburger SV 1900.

Landesliga

RWO II verspielt 3:0-Führung

Dirk Retzlaff
28. November 2016, 16:28 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Bei der U23 von Rot-Weiß Oberhausen ist der Wurm drin. Am Sonntag verspielte der Aufstiegsfavorit eine 3:0-Führung gegen den Duisburger SV 1900.

Es war am Ende nicht nur der erhoffte Bonuspunkt: Fußball-Landesligist Duisburger SV 1900 gab einen eindrucksvollen Beweis an Moral und Willensstärke ab. Schon nach 17 Minuten lagen die Wanheimerorter gegen die U 23 von Rot-Weiß Oberhausen mit 0:3 hinten, weitere 17 Minuten später stand es 3:3. Am Ende freute sich der DSV über ein 4:4 (3:3). „Ich bin stolz auf diese Mannschaft.“ Dieser Satz ging DSV-Trainer Ralf Kessen nach dem Schlusspfiff naturgemäß leicht über die Lippen. „Die meisten Teams sind tot, wenn sie nach 17 Minuten 0:3 hinten liegen. Doch wir kamen wieder zurück“, freute sich der 56-Jährige über eine irre Aufholjagd.

An eine derartige Wiederauferstehung gegen den Tabellenzweiten dürfte keiner der rund 100 Zuschauer an der Düsseldorfer Straße gedacht haben, als Manuel Schiebener in der 17. Minute zum 0:3 getroffen hatte. Zuvor durften Sascha Steinmetz, der am Vortag bereits beim 2:1-Sieg der Oberhausener in Ahlen in der Regionalliga mitgewirkt hatte, und Eren Canpolat auf Seiten der Gäste jubeln.

Ralf Kessen bemühte sich nach dem Oberhausener Blitzstart zunächst um eine Schadensbegrenzung. „Ich wollte verhindern, dass wir sieben, acht Tore kassieren“, stabilisierte der Trainer die Defensive. Doch im Abwehrbereich hatten auch die RWO-Bubis Probleme. Emre Camdali verkürzte per Doppelschlag (21., 23.) auf 2:3, Kosuke Hatta traf wenig später zum 3:3 (34.). RWO-Trainer Dimitrios Pappas war entsetzt und versuchte, seine Mannschaft zu stabilisieren. „Jungs, es steht jetzt 0:0“, rief er aufs Feld. Zum Glück war das nicht der Fall – den Zuschauern wäre ein großer Spaß entgangen.

Nach der Pause ging es trotzdem weniger turbulent weiter. RWO wurde mit dem Führungstreffer zum 4:3 durch Yassin Merzagua gerecht (53.). Doch nur vier Minuten später war Pierre Kanzen aus kurzer Distanz mit dem 4:4 zur Stelle.

Das war es dann für diesen Nachmittag. Daran hätte Emre Camdali in der Nachspielzeit noch etwas ändern können. Er scheiterte mit einem Schuss aus zwölf Metern an RWO-Keeper Krystian Wozniak. Somit verpasste der DSV am Ende sogar noch einen Sieg, doch Trainer Ralf Kessen wollte der vergebenen Chance nicht nachtrauern. Kessen: „Oberhausen ist eine Spitzenmannschaft. Die waren immerhin mit Leuten aus ihrem Regionalliga-Kader hier. Dieses Unentschieden ist ein großer Erfolg für meine Jungs.“

Autor: Dirk Retzlaff

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