Der FC-Bayern-Präsident kommt nach seiner Rückkehr allmählich in Fahrt. Neben Borussia Dortmunds Geschäftsführer bekommt weiter RB Leipzig sein Fett weg.

FC Bayern

Hoeneß über Watzke und den "Feind" RB Leipzig

Andreas Berten
28. November 2016, 10:16 Uhr
Foto: Firo

Foto: Firo

Der FC-Bayern-Präsident kommt nach seiner Rückkehr allmählich in Fahrt. Neben Borussia Dortmunds Geschäftsführer bekommt weiter RB Leipzig sein Fett weg.

Nach der Wahl am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung des Vereins und dem Bundesligaspiel am Samstag gegen Bayer Leverkusen war es sein erster Auftritt in der Öffentlichkeit: Uli Hoeneß, alter und neuer Präsident des FC Bayern München, zeigte am Sonntag bei einem Treffen mit Fanklubs des Rekordmeisters in Wunsiedel, dass er auf dem besten Weg zurück ist, die große Reizfigur des Fußball-Business zu werden. Er belebt die alte Fehde mit Borussia Dortmund und forciert eine neue Rivalität mit dem gar nicht so überraschenden Aufsteiger.

Erster Adressat in Dortmund für ein Scharmützel ist Hans-Joachim Watzke. “Ich kann mir nicht vorstellen, Arm in Arm mit Herrn Watzke durch die Welt zu laufen”, erklärte Hoeneß. Dabei hatte der BVB-Geschäftsführer sich zuvor noch positiv über Hoeneß’ Rückkehr auf die große Bundesligabühne geäußert und gesagt: “Mit Uli kracht es dann auch ab und zu mal wieder, das ist auch ganz schön. Ich freue mich darauf, es der Bundesliga ja in Gänze gut.” Womöglich war dem Bayern-Präsidenten der Anflug von Harmonie dann doch zu viel.

Wir werden Leipzig mit allen Mitteln bekämpfen - und am Ende auch siegen
Uli Hoeneß

Dafür bekommt RB Leipzig weiter sein Fett weg. Nachdem Hoeneß am Freitag den Liga-Neuling, der zum Ärger der Bayern nun sogar noch in der Tabelle mit drei Punkten vor ihnen an der Spitze liegt, als “Feind” tituliert und sich für diese Bezeichnung später höchst offiziell entschuldigt. In der Wortwahl nun bewusster, bleiben ihm die Sachsen aber ein Dorn im Auge. Denn Hoeneß wittert sogar für den FC Bayern eine übermächtige nationale Konkurrenz: “Leipzig ist ein anderes Kaliber”, sagte der 64-Jährige vor den eigenen Fans in Wunsiedel, “weil sie mit Herrn Mateschitz einen Mann haben, der auf dem Transfermarkt Dinge veranstalten kann, die wir in Deutschland noch nicht gesehen haben. Wenn der mal 500 Millionen aus der Formel 1 in den Fußball pumpt, ist der Transfermarkt in Deutschland lustig.”

Da droht sogar der BVB an Münchner Aufmerksamkeit zu verlieren. Hoeneß sieht seinen Klub aber gewappnet für das Duell mit RB: “Wir werden Leipzig mit allen Mitteln bekämpfen - und am Ende auch siegen.”

Autor: Andreas Berten

Mehr zum Thema

Kommentieren