Die Verletzung von Torhüter Niclas Heimann beim 0:0-Unentschieden gegen den SC Wiedenbrück ist nicht nur für RWE-Coach Sven Demandt ein Schock gewesen.

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Heimanns Verletzung ist Hellers Chance

27. November 2016, 14:36 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Die Verletzung von Torhüter Niclas Heimann beim 0:0-Unentschieden gegen den SC Wiedenbrück ist nicht nur für RWE-Coach Sven Demandt ein Schock gewesen.

So bitter es klingt: Für Robin Heller ist Heimanns Verletzung die große Chance, seinen Stammplatz im Rot-Weissen Kasten zurückzuerhalten. Als Sven Demandt das Traineramt bei Rot-Weiss Essen übernommen hat, war seine erste Amtshandlung, den gebürtigen Mönchengladbacher aus dem Tor zu nehmen und wegen dessen Erfahrung auf Heimann zu setzen. "Als Trainer muss man ja auch irgendetwas anders machen als sein Vorgänger", hatte Demandt im Nachgang seines Debüts als Linienchef damals in Ahlen mit einem Augenzwinkern erklärt, entzog Heller dabei jedoch nicht das Vertrauen: "Eigentlich haben wir im Tor sogar so etwas wie ein Luxusproblem."

An den Rollen hat sich im folgenden halben Jahr jedoch nichts verändert. Heimann blieb im Tor, Heller musste sich seither mit nur drei Einsätze in der laufenden Niederrheinpokalsaison zufrieden geben. Dort blieb der 21-Jährige gegen die unterklassigen Gegner aus Grevenbroich (9:0), Twisteden (5:0) und Baumberg (4:0) jeweils ohne Gegentor. Auch im Viertelfinale gegen die SpVg Schonnebeck dürfte Hellers Zeit anstehen, allein schon, um dem Ersatzkeeper die nötige Spielpraxis für die kommenden Aufgaben bis zur Winterpause zu geben. Eine genaue Diagnose für Heimanns Verletzung am linken Knöchel gibt es zwar erst am Montag, dass der ehemalige Jugendkeeper des FC Chelsea in diesem Kalenderjahr noch einmal zum Einsatz kommt, gilt als recht unwahrscheinlich. "Er sagt, dass es irgendwie gekracht hat. Das ist kein gutes Zeichen", weiß auch Demandt.

Robin Heller nimmt die Situation pragmatisch zur Kenntnis, weiß aber auch um seine Möglichkeit: "Es ist immer die Aufgabe des zweiten Keepers, sich dann zu zeigen und dann da zu sein, wenn der erste krank oder verletzt ist. Ich werde einfach weitermachen wie immer." Gegen Wiedenbrück blieb der ehemalige Düsseldorfer jedenfalls ohne Fehl und Tadel. Nach einem kleinen Wackler zu Beginn stabilisierte sich Heller immer mehr. "Bei den kalten Temperaturen war das auch nicht einfach. Der erste Ball hat ein bisschen geflattert, den zweiten habe ich dann ja auch sicher festgehalten. Das war gut zum Reinkommen."

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