Der VfL Bochum hat am Samstag einen Zähler aus Dresden entführt. Das 2:2 bei Dynamo war auch einer überraschenden Maßnahme des Trainers zu verdanken.

VfL Bochum

Verbeeks genialer Schachzug in Dresden

27. November 2016, 13:44 Uhr
Foto: firo

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Der VfL Bochum hat am Samstag einen Zähler aus Dresden entführt. Das 2:2 bei Dynamo war auch einer überraschenden Maßnahme des Trainers zu verdanken.

Nicht jedem Zuschauer im DDV-Stadion von Dresden war ersichtlich, warum Trainer Verbeek nach einer knappen Stunde von drei Auswechslungen zwei mal defensiv wechselte. Zu diesem Zeitpunkt führten schließlich die Gastgeber mit 2:1 und hatten in den ersten 15 Minuten Großchancen, um alles klar zu machen. Doch der Holländer hatte einen Plan, der auch den Gegner überraschte. Die Einwechslung von Pawel Dawidowicz für den in seinem ersten Spiel in der Startformation unglücklich agierenden Gökan Gül sorgte zunächst für defensive Stabilität und mit Selim Gündüz für Arvydas Novikovas und mit Rechtsverteidiger Gyamerah für Dominik Wydra kam der Offensivschwung der ersten 30 Minuten zurück.

Natürlich fragt man sich, warum die beiden dann nicht gleich in der Startelf standen. Doch diese Frage beantwortete Sportvorstand Christian Hochstätter ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. „Beide waren verletzt, haben kaum trainiert und sind eigentlich nur mit nach Dresden geflogen, damit wir wenigstens 17 Spieler auf dem Mannschaftsbogen haben.“

Gyamerah, der am Donnerstag seine erste Einheit absolviert hatte, sorgte dann für den Farbtupfer in einer personell ausgezehrten Bochumer Mannschaft. Seine wunderschöne Flanke von der rechten Außenbahn köpfte Peniel Mlapa zum nicht unverdienten Ausgleich ins Netz. Genau wie es Verbeek auch geplant hatte: „Wydra fühlt sich auf der ungewohnten rechten Außenbahn nicht wohl, mit Gyamerahs Tempo und Flankenläufen hatte ich mir mehr Schwung nach vorne erhofft.“ Und genau das trat ein. Und so eroberte der VfL in Dresden einen beachtlichen Teilerfolg.

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