Die Rumpfelf des VfL Bochum hat sich teuer verkauft in Dresden und mit dem 2:2 einen Punkt ertrotzt.

VfL Bochum

Rumpfelf erkämpft Punkt in Dresden

Michael Eckardt
26. November 2016, 14:57 Uhr
Foto: firo

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Die Rumpfelf des VfL Bochum hat sich teuer verkauft in Dresden und mit dem 2:2 einen Punkt ertrotzt.

Den VfL hatte es im Vorfeld der Begegnung knüppeldick erwischt, Trainer Gertjan Verbeek musste im Vergleich zur Partie gegen Braunschweig gleich drei Umstellungen vornehmen. Für Felix Bastians, Timo Perthel und Nils Quaschner spielten der Zweitliga-Debütant Gökhan Gül, Nico Rieble und Arvydas Novikovas. In den letzten Tagen hatte sich die Zahl der Ausfälle auf Seiten der Bochumer auf acht erhöht. Drei davon, Quaschner, Weilandt und Perthel, werden eventuell vor der Winterpause noch einmal eingreifen können.

Trotz der personellen Probleme wollten die Bochumer ihrem Stil treu bleiben und pressen, wann es nur möglich war. Und es fing ja auch gut an mit einer schönen und direkten Kombination, an deren Ende Johannes Wurtz aber nicht die richtige Entscheidung traf. Wenig später aber hatte der gebürtige Saarländer sein Erfolgserlebnis. Tim Hoogland hatte per Kopf einen Eckball verlängert, für Wurtz die Gelegenheit, den VfL mit seinem fünften Saisontor in Führung zu schießen. Die allerdings etwas glücklich war, denn zuvor hatte Nico Rieble den Ball von der Linie gekratzt, nachdem Dresdens Konterstürmer Nummer ein, Akaki Gogia, den Zweitliga-Debütanten Gül auf dem falschen Fuß erwischt hatte.

Die Hausherren intensivierten nun ihre Bemühungen, während auf Bochumer Seite Alexander Merkel zunächst kürzer treten musste. Der Mittelfeld-Spieler hatte in den ersten 20 Minuten richtig viel Dampf gemacht. Dynamo drückte nun, Dynamo drängte, Dynamo provozierte auch - und irgendwann hielt die Bochumer Abwehr nicht mehr. Gogias Hereingabe fand Aias Aosman, den Dresdens Trainer und Geburtstagskind Uwe Neuhaus anstelle von “Lumpi” Lambertz gebracht hatte - 1:1.

Und die Hoffnung beim VfL, wenigstens mit diesem Unentschieden in die Pause gehen zu können, trog. Nachdem sich Novikovas im eigenen Strafraum beim Dribbeln verzockt hatte, bekam VfL-Schlussmann Manuel Riemann Kutschkes Ball sozusagen durch die Hosenträger. Die Sachsen waren auf dem Weg zu ihrem vierten Sieg in Folge.

Aosman hätte die Angelegenheit kurz nach dem Wiederanpfiff für die Gastgeber erledigen können, doch er scheiterte aus kurzerDistanz an Riemann. Anschließend bewahrte Novikovas den VfL nach Erich Berkos Kopfball vor dem dritten Gegentor, bei einem der nun selten gewordenen Gegenangriffe hatte Merkel nach Riebles Flanke plötzlich den Ausgleichstreffer auf dem Fuß. Doch es blieb bei der knappen Dynamo-Führung.

Als das Spiel nach einer guten Stunde für den Debütanten Gül beendet war und nun Pawel Dawidowicz mit Tim Hoogland die Innenverteidigung bildete, erholten sich die Gäste wieder etwas und kamen zu guten Möglichkeiten. Wurtz hätte zweimal - mit Fuß und Kopf - ausgleichen können, Peniel Mlapa, der diesmal kaum Wirkung entfalten konnte, schoss Dynamo-Torhüter Marvin Schwäbe aus spitzem Winkel regelrecht ab. Der Ball jedoch sprang am Tor vorbei.

Dann war wieder Dresden dran, aber Gogia scheiterte am gut reagierenden Riemann. Doch als niemand mehr damit rechnete, schlug der VfL noch mal zu. Nach einer Flanke des eingewechselten Jan Gyamerah setzte sich Mlapa gegen die Dynamo-Innenverteidigung durch und köpfte zum 2:2 ein.

Allerdings wird Johannes Wurtz in der nächsten Partie in Bielefeld fehlen. Der Offensiv-Spieler sah diesmal tatsächlich die fünfte Gelbe Karte.

Autor: Michael Eckardt

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