Die Serie hält, gleichwohl kommen die Rot-Weissen einfach nicht richtig in die Gänge. Zum Rückrundenstart gab es gegen den SC Wiedenbrück nur ein mageres 0:0.

RWE - Wiedenbrück

Essen um eine Enttäuschung reicher

Rolf Hantel
25. November 2016, 23:29 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Die Serie hält, gleichwohl kommen die Rot-Weissen einfach nicht richtig in die Gänge. Zum Rückrundenstart gab es gegen den SC Wiedenbrück nur ein mageres 0:0.

Die Leistung war erneut schwach, und der eine Punkt hilft auch nicht wirklich weiter auf dem Weg nach vorn. Der Gastgeber ist um eine Enttäuschung reicher.

Acht Spiele in Folge hat RWE nicht mehr verloren, 14 Punkte sind dabei herausgekommen. Rang vier ist in Sicht und mit einem Dreier gegen Wiedenbrück sollte dieser Platz zumindest schon mal für eine Nacht erobert werden. Doch es stellte sich wieder einmal heraus, dass diese Wiedenbrücker nicht zur Lieblingsmannschaft der Rot-Weissen taugen. In der vergangenen Saison verbaselten die Essener den Saisonstart zu Hause gegen SCW mit 0:3. Und im Rückspiel blieb auch nur ein 2:2. Und diesmal? Rot-Weiss sollte eigentlich eine ordentlich breite Brust haben. Doch zu sehen war davon wenig.

Kapitän Baier fehlte dem Spiel

In Hälfte eins neutralisierten sich die beiden Kontrahenten nahezu. Es gab kaum Torchancen, kaum begeisternde Dribblings oder packende Zweikämpfe, keine wirklich erwärmenden Szenen. Der Gastgeber war nicht in der Lage, Druck aufzubauen, der Gast wiederum blieb harmlos, was mit etwas gutem Willen für die Defensivarbeit auf beiden Seiten sprach.

RWE-Trainer Sven Demandt musste sein Team umstellen, weil Kapitän Benjamin Baier und Torjäger Marcel Platzek gelbgesperrt fehlten und auch vermisst wurden. Doch nicht nur die beiden ersetzte der Fußballlehrer. Das Mittelfeld wurde im Vergleich zum Schalke-Spiel neu besetzt. Timo Brauer und der junge Nico Lucas rutschten in die Startelf, für Lucas war es das erste Mal. Kasim Rabihic musste dafür die Bank drücken. Der lange verletzte Tolga Cokkosan gab sein Comeback, Kamil Bednarski bildete gegen seinen Ex-Klub gemeinsam mit Frank Löning das Angriffsduo.

Die Rot-Weissen hatten durchaus ein paar vielversprechende Ansätze, doch der finale Pass war das Problem, der landete beim Gegner. So blieb ein schöner Distanzschuss von Bednarski, der sich geschickt löste von seinem Gegenspieler und das Tor aus 20 Metern knapp verfehlte (25.). Timo Brauers Schuss war deutlich drüber (33.). Der junge Lucas hatte noch die beste Möglichkeit, als er sich rechts schön durchsetzte, aus spitzem Winkel abzog. SCW-Torwart Marcel Hölscher stand im kurzen Eck goldrichtig und klärte (38.).

Nach der Pause hatten die Gäste die erste gute Szene. Laurettas Ball, nicht allzu hart geschossen, fälschte Jan-Steffen Meier ab, RWE-Keeper Heimann war blitzschnell am Boden (52.). Seine letzte Szene in diesem Spiel, denn wenig später musste er mit einem dick getapten linken Sprunggelenk vom Platz. Gökan Lekesiz hatte erneut die Führung für die Ostwestfalen auf dem Fuß, Malura lenkte den Ball zur Ecke (57.). Und RWE? Keine nennenswerte Chance bis dahin. Traurig.
Aber es war ja noch zu spielen. Die Gastgeber suchten den Weg nach vorn. Ein Löning-Kopfball strich am langen Eck vorbei (74.). Dann reagierte Demandt, brachte Ngankam für den Debütanten Nico Lucas. Zur zweiten Hälfte sollte ja schon der eingewechselte Andreas Ivan für mehr Schwung sorgen, doch Wiedenbrück blieb hinten konsequent und standhaft. Und wieder war es Löning, der für Gefahr sorgte. Er wollte den Ball ins Eck zirkeln und animierte Torwart Hölscher zur einer Flugschau (78.).

RWE hatte auch Glück. Bei einem Konter ging Merkel etwas die Luft aus, und als Chato Zeiger die Kugel im Strafraum an den Arm schoss, hätte es auch Elfmeter geben können (82.). So blieb es beim 0:0. Wiedenbrück wird zufrieden sein, für RWE ist es erneut zu wenig.

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Autor: Rolf Hantel

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