Der MSV Duisburg trifft am kommenden Samstag (14 Uhr) auf die Überraschungsmannschaft aus Aalen.

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Gruevs Appell an die Duisburger Fans

24. November 2016, 13:49 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Der MSV Duisburg trifft am kommenden Samstag (14 Uhr) auf die Überraschungsmannschaft aus Aalen.

Vier Spiele ohne eigenes Tor stehen für den MSV mittlerweile zu Buche. Zu wenig für das große Ziel des direkten Wiederaufstiegs. Langfristig gesehen. Denn noch stehen die Meidericher auf dem Platz an der Sonne. Doch sollte die Torkrise nicht bald enden, droht der MSV in der dicht gestaffelten dritten Liga durchgereicht zu werden.

Dass nun der VfR Aalen als unmittelbarer Verfolger in die Schauinsland-Reisen-Arena kommt, macht die Sache nicht unbedingt leicher. "Aalen ist ein sehr interessanter Gegner. Wahrscheinlich haben nicht viele Experten vor der Saison damit gerechnet, dass sie oben mitspielen, aber der Kader ist wirklich gut", erzählt Zebra-Coach Ilia Gruev und ergänzt: "Es wird ein Spiel auf Augenhöhe."

Vor allem rechnet der Bulgare mit einem anderen Verlauf als in den vorherigen Heimspielen: "Viele Mannschaften versuchen gegen uns primär hinten sicher zu stehen und die Null zu halten. Aalen ist aber ein Team, das versucht mitzuspielen." Aber auch im Fall des Falles, dass die Meidericher auf ein Bollwerk treffen, nimmt er seine Mannschaft in die Pflicht: "Auch dann müssen wir Lösungen finden", fordert der 47-Jährige.

Wir wissen, dass unsere Fans hinter uns stehen und wir werden alles dafür tun, um sie glücklich zu machen
Ilia Gruev (MSV Duisburg)

Denn der herbeigesehnte Dreier wäre nicht nur auf Grund der tabellarischen Situation immens wichtig. Ein Sieg gegen Aalen soll auch die Fans besänftigen. Gruev appelliert an die Anhänger: "In der Champions League zwischen Besiktas Istanbul und Benfica Lissabon haben die türkischen Fans bei einem 0:3-Rückstand zur Pause der Mannschaft applaudiert. Da hatte ich Gänsehaut. Am Ende ging es 3:3 aus", merkt er an und ergänzt: "Wir wissen, dass unsere Fans hinter uns stehen und wir werden alles dafür tun, um sie glücklich zu machen. Aber wir werden Geduld mitbringen müssen."

Gruev weiß selbst, dass den Anhängern ein weiteres torloses Spiel seiner Mannschaft nur schwer zu erklären sein wird. Dennoch will der Fußballlehrer keine Gedanken an diesen Fall verschwenden: "Es bringt nichts, über ein Sturmproblem zu reden - unsere Angreifer wissen, wo das Tor steht. Wir dürfen uns darüber keine Gedanken machen, sondern müssen weiterhin an uns glauben." Wer die Tore schießt, ist für den Bulgaren weniger entscheidend. Ohnehin plagen dem Trainer Personalsorgen. Thomas Bröker und Stanislav Iljutcenko werden gegen Aalen definitiv nicht mit von der Partie sein.

Außerdem wird Dauerbrenner Kevin Wolze für längere Zeit ausfallen: "Kevins Ausfall ist natürlich bitter. Er genießt eine sehr hohe Wertschätzung in unserem Kader." Wer den Platz des verletzten Linksverteidiger einnehmen wird, will der 47-Jährige noch entscheiden, gewährt aber dennoch Einblicke in seine Gedankenspiele: "Wir werden sicher nicht zu zehnt spielen", gibt der Trainer mit einem Grinsen preis. Alles läuft auf Fabio Leutenecker hinaus, da Gruev positionsgetreu wechseln will.

Ausfallen wird hingegen Fabian Schnellhardt. Der Mittelfeld-Motor, den momentan eine Erkältung plagt, wäre die so wichtige Stütze im Duisburger Umschaltspiel gewesen. Er ist jedoch bis zum Ende der Woche krank geschrieben und kann nicht spielen. Gruev bedauert den Ausfall: "Schnelli ist sehr wichtig für unsere Mannschaft. Seine Präsenz auf dem Feld und seine Ruhe am Ball fehlen uns."

Am Ende steht am Samstag aber eine wichtige Sache auf der Agenda. Endlich wieder gewinnen und Tore erzielen - Gruev gibt die Richtung vor: "Wir sind der Tabellenführer und möchten dem auch gerecht werden. Gegen Aalen wollen wir die drei Zähler in Duisburg behalten."

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