Im Testspiel des Heisinger SV gegen Blau-Weiß Langenberg gab der vor vier Monaten verunfallte Kajetan Skotnicki, zu Freuden aller, bereits sein Comeback.

Heisinger SV

Skotnicki mit frühem Comeback

Nico Jung
19. November 2016, 18:10 Uhr
Foto: Nico Jung

Foto: Nico Jung

Im Testspiel des Heisinger SV gegen Blau-Weiß Langenberg gab der vor vier Monaten verunfallte Kajetan Skotnicki, zu Freuden aller, bereits sein Comeback.

Am Samstag spielte die Mannschaft von Sascha Behnke gegen den Velberter B-Ligisten Blau-Weiß Langenberg. Der Zweck des Spiels war das Heranführen der A-Jugendlichen an den Seniorenbereich. Heisingen gewann 10:1. Das Highlight des Spiels war aber die 60. Minute. Kajetan Skotnicki, der vor vier Monaten bei einem Arbeitsunfall seinen linken Arm verloren hatte, wurde nach langer Leidenszeit eingewechselt. "Kajtek", der von vielen Freunden angefeuert wurde, war gleich Aktivposten und konnte ein Tor und eine Vorlage beisteuern.

Für ihn selber war es wohl ein unvergessliches Erlebnis, denn er hatte sich nach dem Benefizspiel mit einer von ihm zusammengestellten Mannschaft gegen den Oberligisten SSVg Velbert, das Ziel gesetzt, möglichst bald wieder auf dem Platz zu stehen. Er selbst war nach dem Spiel annähernd sprachlos: "Überragend. Sensationell. Was soll ich dazu noch sagen? So wünscht man sich das Comeback, mit einem Tor und einer Vorlage. Ich hätte nicht gedacht, dass es direkt so gut klappt." Trotzdem weiß er selbst, dass der Weg zu einem Pflichtspiel noch weit ist: "Die Kondition ist natürlich noch im Keller. Ich werde die Wintervorbereitung mitmachen und dann wird es schon wieder laufen. Es wäre geil, wenn es in der Rückrunde schon mit einem Einsatz klappt, aber ich werde sehen, was die Zeit ergibt."

Auch sein Trainer Sascha Behnke freute sich über die Rückkehr seines langjährigen Freundes: "Es ist schön zu sehen, dass er auf einem guten Weg ist, vor allem, dass es so schnell geht. Das Wichtigste ist, dass er den Spaß an seinem Sport nicht verloren hat." Auch wenn es fußballerisch beim 27-Jährigen, der nach seiner Einwechslung auch die Kapitänsbinde übernahm, schon wieder sehr gut aussah, gibt sein Coach ihm alle Zeit der Welt: "Er hat zwar ein Körperteil, aber nicht sein Talent verloren. Ich plane jedoch noch gar nicht mit ihm, denn wir geben ihm die Zeit, die er braucht. Dabei soll er sich selbst nicht unter Druck setzen, denn da wird es auch noch Tiefen geben. Sobald er bereit ist und sagt, dass er spielen kann, schauen wir, wie wir ihn einbauen können."

Autor: Nico Jung

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