Der FC Schalke 04 hat seine jüngste Erfolgsserie auch beim VfL Wolfsburg fortgesetzt.

Schalke

Goretzka verscheucht den Auswärtsfluch

Thomas Tartemann
19. November 2016, 18:01 Uhr
Foto: firo

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Der FC Schalke 04 hat seine jüngste Erfolgsserie auch beim VfL Wolfsburg fortgesetzt.

Eine schwache Halbzeit, danach eine deutliche Steigerung und am Ende ein 1:0 (0:0)-Sieg: Schalke 04 bleibt nach dem Dreier beim VfL Wolfsburg auch im zehnten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen und knackte gleichzeitig die schwarze Auswärtsserie. Der Dreier in der Autostadt war der erste königsblaue Erfolg auf fremdem Platz in dieser Bundesliga-Spielzeit.

Schalkes Trainer Markus Weinzierl vertraute vor 30000 Fans in der Volkswagen-Arena dem gleichen Personal, das vor zwei Wochen den SV Werder Bremen mit 3:1 zurück an die Weser schickte. Auch auf der Reservebank verzichtete der Fußballlehrer darauf, durch Rotation etwas zu verändern. Da Franco Di Santo wegen seiner Bauchmuskelzerrung, die bei Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München genauer untersucht wurde, erneut passen musste, hielt sich Talent Bernard Tekpetey neben dem ukrainischen Nationalspieler Yevhen Konmoplyanka als Offensiv-Alternative bereit.

Im ersten Durchgang war vom Schwung der letzten Wochen nichts zu sehen. Schalke blieb in der Vorwärtsbewegung nahezu alles schuldig. Weder Eric Maxim Choupo-Moting noch Leon Goretzka oder Nabil Bentaleb waren in der Lage, entscheidende Akzente zu setzen. Lediglich Max Meyer, der den Ball mit dem Rücken zum Tor auf Vorlage von Sead Kolasinac knapp über den VfL-Kasten zirkelte (25.), ließ etwas Gefahr aufblitzen. Ansonsten bestimmten Ballverluste, Unsicherheiten und Fehlpässe das Bild. Bezeichnend: Als Naldo Mitte der ersten Halbzeit einen Wolfsburger Pass abfing und das Spiel schnell machen wollte, spielte der Deutsch-Brasilianer den Ball so unpräzise, dass Max Meyer seinen Spurt abbrechen und zurücklaufen musste – damit war die Aktion verpufft. Wolfsburg brannte ebenfalls kein Feuerwerk ab, versuchte es aber in der Startphase zumindest durch Ricardo Rodriguez (3./Schuss zischte knapp vorbei) und Mario Gomez (9./Fallrückzieher neben das Tor). An der Reaktion von Cheftrainer Weinzierl, der zum Teil wütend gestikulierte, ließ sich die Unzufriedenheit im königsblauen Lager ablesen.

Nach dem Seitenwechsel wirkte Schalke wacher, griffiger und zielstrebiger. Leon Goretzka scheiterte nach Zuspiel von Nabil Bentaleb nur knapp aus der Distanz (48.). Bentaleb fädelte auch die zweite gefährliche Gäste-Szene nach der Pause ein. Sein Zuspiel verarbeitete Choupo-Moting allerdings nicht direkt. Als sich der Angreifer den Ball zurechtlegen wollte, fegte ein Wolfsburger dazwischen (59.). Riesen-Aufregung dann Sekunden später: Der einschussbereite Benedikt Höwedes wurde von Wolfsburgs Luiz Gustavo nach unten gezogen. Schiedsrichter Felix Zwayer ließ jedoch weiterspielen (60.) und erntete heftige Proteste der Schalker. Nach einem dicken Schnitzer der Niedersachsen startete Schalkes Alessandro Schöpf alleine in den VfL-Strafraum. Sein Flachschuss wurde jedoch von Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio mit einer Fußabwehr entschärft (71.). Dann wurden die Schalker doch noch für ihre Mühen belohnt. Vorlage Kolasinac, knackiger Schuss Goretzka – 0:1 (81.) und Riesenjubel bei über 4000 mitgereisten S04-Fans.

Autor: Thomas Tartemann

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