In der 2. Bundesliga gibt es noch keine Torlinientechnik. Beim 1:1 gegen Braunschweig wurde dem VfL Bochum das wohl zum Verhängnis.

Bochums Hoogland ist sicher

"Für mich war der Ball drin"

Andreas Ernst
18. November 2016, 23:46 Uhr
Foto: firo

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In der 2. Bundesliga gibt es noch keine Torlinientechnik. Beim 1:1 gegen Braunschweig wurde dem VfL Bochum das wohl zum Verhängnis.

Die Fans des VfL Bochum waren sauer. "Schieber! Schieber!" brüllten sie, als Schiedsrichter Dietz vor der zweiten Hälfte das Spielfeld des Ruhrstadions betrat. 0:0 stand es noch zwischen dem VfL und Tabellenführer Eintracht Braunschweig, doch einmal hatte der Ball nach Meinung aller Bochumer bereits die Torlinie der Gäste überschritten.

In der 25. Minute hatte Abwehrspieler Tim Hoogland aufs Tor geköpft. Braunschweigs Torwart Jasmin Fejzic streckte sich und erwischte den Ball noch - auf oder hinter der Linie? Selbst alle Zeitlupen konnten es nicht einwandfrei klären. Hoogland und auch Kapitän Felix Bastians standen unmittelbar daneben. "Was soll ich groß sagen? Für mich war der Ball drin", sagte Hoogland. Bastians wurde deutlicher: "Wir haben schon in der ersten Halbzeit ein Tor erzielt!"

Bochums Trainer Gertjan Verbeek holte wegen dieser Szene nicht zur großen Schiedsrichter-Kritik aus - er wünschte sich lediglich die Torlinientechnik. So richtig einverstanden mit der Leistung des Schiedsrichters war Verbeek aber nicht. Er bemängelte die hohe Anzahl an Gelben Karten. "Schade, dass der Schiedsrichter heute so dominant war. Beide Mannschaften sind sehr ordentlich miteinander umgegangen - doch es gab sechs Gelbe Karten. Da muss man sich fragen, ob Fußball noch ein Kontaktsport ist."

Am Ende hieß es 1:1 (0:0) zwischen Bochum und Braunschweig - ein Ergebnis, mit dem beide Mannschaften nach einem rasanten Fußball-Abend leben konnten.

Autor: Andreas Ernst

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