Zusammen mit der TSG Hoffenheim besitzt Borussia Mönchengladbach bisher den harmlosesten Angriff. Gerade einmal zwei Törchen stehen nach drei Spielen zu Buche. Nur der SC Paderborn, der bislang noch keinen einzigen Treffer markierte, ist schlechter. Verständlich, dass vor dem heutigen Match gegen den VfL Osnabrück besonders die lahmende Sturmabteilung der

Mönchengladbach: "Wir haben einiges gut zu machen"

Neuville brennt auf den ersten Zweitliga-Treffer

tr
01. September 2007, 20:43 Uhr

Zusammen mit der TSG Hoffenheim besitzt Borussia Mönchengladbach bisher den harmlosesten Angriff. Gerade einmal zwei Törchen stehen nach drei Spielen zu Buche. Nur der SC Paderborn, der bislang noch keinen einzigen Treffer markierte, ist schlechter. Verständlich, dass vor dem heutigen Match gegen den VfL Osnabrück besonders die lahmende Sturmabteilung der "Fohlen" gefordert sein wird.

Und damit die Durchschlagskraft auch endlich einmal zum Tragen kommt, wird Trainer Jos Luhukay wahrscheinlich die Abteilung Attacke umbauen. Dann wird zum ersten Mal unter seiner Regie Oliver Neuville in der Startelf stehen. Eine ungewohntes Gefühl für den Nationalspieler, denn seinen letzten Einsatz über die gesamte Spielzeit feierte der 34-Jährige am 11. November 2006. Beim damaligen 1:1-Remis beim Hamburger SV markierte der Goalgetter den Ausgleichstreffer – sein letztes Meisterschafts-Tor für die Borussia. Danach warfen Neuville zahlreiche Verletzungen immer wieder zurück. "Deshalb bin ich richtig heiß auf dieses Duell", ballt der WM-Held die Faust.

Auch die Fans werden sich auf die Rückkehr Neuvilles freuen, schließlich forderten sie bereits beim letzten Heimauftritt gegen Hoffenheim lautstark den Knipser. "Wir haben einiges gut zu machen", redet Neuville auch nicht lange um den heißen Brei herum, sondern will viel lieber mit Taten überzeugen. Vielleicht klappt es ja auch heute schon mit seinem ersten Einschlag in Liga zwei.

Wer ihn dabei in vorderster Front zur Seite stehen wird, ist noch unklar. Rob Friend oder Nando Rafael liefern sich einen heißen Kampf um die zweite Position. Fest steht derweil, dass Regisseur Sascha Rösler wohl in seine Lieblings-Rolle hinter den Spitzen schlüpfen wird. "Wir müssen endlich echte Leidenschaft zeigen, dann wird sich auch der Erfolg einstellen", appelliert Luhukay an die Kampflust seines Teams.

Mit einem Dreier könnte die Borussia mit dem Neuling punktemäßig gleich ziehen und die herrschende Unruhe abschwächen. Sollte es gelingen, wäre der 1. FC Kaiserslautern, der in Koblenz nicht über ein 2:2 hinaus kam, der letzte Traditions-Club, der nicht aus den Puschen kommt. Doch bis dahin erwartet die Borussia noch eine Menge Arbeit.

Autor: tr

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