Vor einer beeindruckenden Kulisse hat Regionalligist Alemannia Aachen einen 3:2 (3:0)-Heimsieg am heimischen Tivoli gefeiert. Der Fußball stand dabei nicht im Vordergrund.

Alemannia Aachen

Über 20.000 Zuschauer am Tivoli

Martin Herms
12. November 2016, 17:43 Uhr
Foto: dpa

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Vor einer beeindruckenden Kulisse hat Regionalligist Alemannia Aachen einen 3:2 (3:0)-Heimsieg am heimischen Tivoli gefeiert. Der Fußball stand dabei nicht im Vordergrund.

21.200 Zuschauer haben am Samstagnachmittag in Aachen für eine besondere Atmosphäre gesorgt. Der Anlass war dabei weniger sportlicher Natur. Das Duell der Aachener gegen die Zweitvertretung des 1. FC Köln stand ganz im Zeichen des Potests gegen das belgische Kernkraftwerk Tihange. Dieses macht den Menschen in der Aachener Region Angst. Dem Protest der Kommunen hat sich nun auch der größte Fußballverein angeschlossen.

Erlös der Ticketverkäufe wird gespendet

Alemannia Aachen hatte zur Teilnahme an dem Spiel aufgerufen und Karten zum Einheitspreis von fünf Euro angeboten. Die Aktion wurde ein voller Erfolg, die Ränge am Tivoli waren voll. Beide Mannschaften spielten in Trikots mit dem Aufdruck "Stop Tihange". Zuschauer hielten zu Beginn des Spiels Plakate mit der Aufschrift "Stop Tihange" nach oben. Auffallend viele Familien waren gekommen. Den Erlös aus dem Ticketverkauf will der Verein der grenzüberschreitenden Initiative gegen das Atomkraftwerk "Stop Tihange" spenden.

Blitzstart der Alemannia

Die Besucher wurden obendrein mit einem unterhaltsamen Fußballspiel belohnt. Dank einer bärenstarken ersten Halbzeit, in der die Alemannia mit 3:0 in Führung ging, konnten die Hausherren den siebten Saisonsieg einfahren. Die Treffer für den ehemaligen Bundesligisten, der auf den fünften Tabellenplatz kletterte, erzielten [person=1995]Florian Rüter[/person] (11.), [person=5846]Mergim Fejzullahu[/person] (19.) und [person=12371]Jannik Löhden[/person] (42.).

Entschieden war die Partie damit noch nicht. Die Geißböcke gaben sich nicht auf und kamen nach der Pause noch einmal heran. Roman Prokoph (57.) und Kölns 3,8-Millionen-Mann Sehrou Guirassy (93.) konnten allerdings nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

Autor: Martin Herms

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