Schalkes Offensivspieler Sidney Sam hat dramatisch an Marktwert verloren, trainiert aber beschwerdefrei. Nun könnte er wieder eine Chance erhalten.

Schalke

Für Sidney Sam kann die Misere eine Chance sein

Thomas Tartemann
12. November 2016, 07:37 Uhr
Foto: Firo

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Schalkes Offensivspieler Sidney Sam hat dramatisch an Marktwert verloren, trainiert aber beschwerdefrei. Nun könnte er wieder eine Chance erhalten.

Als die Fußball-Welt für Sidney Sam noch in Ordnung war, lag sein Marktwert bei rund zehn Millionen Euro. Das war im Sommer 2014 nach seinem Wechsel aus Leverkusen zu Schalke. In den zweieinhalb Jahren bei den Königsblauen ist der Kurs von Sam dramatisch eingebrochen. Der Wert des ehemaligen Nationalspielers wird auf nur noch 500 000 Euro taxiert.

Dabei macht die Kurve gerade einen leichten Aufwärtsbogen. Nach zahlreichen Verletzungs-Rückschlägen trainiert der 28-Jährige nun beschwerdefrei und holt sich Wettkampfpraxis in der Schalker Regionalliga-Mannschaft, für die er sechsmal spielte. „Für Sidney ist es wichtig, dass er in den Rhythmus kommt“, sagt Cheftrainer Markus Weinzierl, der beim ehemaligen Hamburger nichts überstürzen will: „Er war lange verletzt. Da muss man einem Spieler eine gewisse Zeit geben um das wieder aufzuholen.“

Auf der Außenbahn ist die Tür zu

So geht Sam aktuell den Weg der kleinen Schritte. Auf der offensiven Außenposition, die er bei den Einsätzen in der Regionalliga-Elf einnimmt, ist für ihn im Profi-Team die Tür zu. Der österreichische Nationalspieler Alessandro Schöpf interpretiert die Rolle zurzeit überragend. Mit Junior Caicara hat sich ein zweiter Spieler auf rechts außen bewährt. „So, wie wir jetzt spielen, bleibt für Sidney nicht viel übrig. Da kommt eigentlich nur eine Sturm-Position in Frage“, sagt Schalkes Direktor Sport Axel Schuster.

Vorne drückt nach den schweren Verletzungen von Breel Embolo und Klaas-Jan Huntelaar der Schuh. Das könnte für Sam eine Chance sein. „Ich habe schon ganz andere gesehen, die wieder zurückgekommen sind“, sagt Schuster – und macht Sam damit etwas Mut. Der Vertrag des Offensivmanns läuft noch bis 2018. Wenn sich am aktuellen Status nichts ändern sollte, bleibt der Transfer ein teures Missverständnis.

Autor: Thomas Tartemann

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