Dortmund und München stehen sich in der Bundesliga erst am nächsten Wochenende gegenüber. Die Länderspielwoche kann sich allerdings erheblich auf den Ausgang auswirken.

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Warum das Gipfeltreffen schon jetzt begonnen hat

Andreas Berten
11. November 2016, 16:59 Uhr
Foto: Firo

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Dortmund und München stehen sich in der Bundesliga erst am nächsten Wochenende gegenüber. Die Länderspielwoche kann sich allerdings erheblich auf den Ausgang auswirken.

Anfang Oktober haben die Fans von Borussia Dortmund eine der schönsten Nachrichten des Jahres erfahren. Marco Reus hatte seine Adduktorenverletzung, wegen der der Nationalspieler seit Mai kein Spiel absolvieren konnte und die Europameisterschaft in Frankreich verpassen musste, soweit auskuriert, dass er auf dem Trainingsgelände in Brackel wieder eine paar Laufrunden absolvierte. Knapp drei Wochen später trainierte der BVB-Star wieder mit der Mannschaft. Inzwischen soll er sogar wieder so fit sein, dass er am nächsten Samstag im Bundesligagipfel gegen den FC Bayern auflaufen könnte. Ohne Spielpraxis seit einem halben Jahr scheint - wenn überhaupt - nur ein Kurzeinsatz infrage zu kommen. Wichtiger wird für Trainer Thomas Tuchel vor dem Giganten-Treffen daher sein, wie sein übriges Personal die Länderspiel-Unterbrechung übersteht.

Schon Adi Preißler wusste: "Grau ist alle Theorie - entscheidend is au'm Platz." Das gilt natürlich erst recht für den 19. November im direkten Duell mit den Münchnern - aber auch schon für dieses Wochenende. Nahezu ein kompletter Bundesliga-Spieltagskader der Schwarz-Gelben ist gerade auf Reisen mit den Nationalmannschaften. Bis einschließlich Dienstag können die Borussen auf annähernd 30 Länderspiele kommen.

Innenverteidiger Sokratis hat mit den Griechen am Mittwoch bereits eine Halbzeit absolviert. Matthias Ginter hat zum 13. Sieg in Serie der U21 beigetragen und reiste zur Schonung nicht mit zum nächsten Spiel nach Polen. Ob Mario Götze und Julian Weigl mit dem DFB, Ousmane Dembélé mit den Franzosen, Europameister Raphael Guerreiro mit Portugal oder Pierre-Emerick Aubameyang mit Gabun, um nur einige Dortmunder Internationale zu nennen - weil eben im November noch wichtige Spiele auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland anstehen, können sich die Borussen, die auf dem Platz stehen, nicht ausruhen.

Erste Hiobsbotschaften beim Gegner eingetroffen

Bislang, und das wird Thomas Tuchel erfreuen, sind aus den Quartieren der Nationalmannschaften noch keine Hiobsbotschaften eingetroffen. Anders als beim großen Rivalen und nächsten Gegner: Kingsley Coman fällt nach einem Zwischenfall im Training der Franzosen wohl für den Rest der Hinrunde aus, der Chilene Arturo Vidal ist ebenfalls angeschlagen. Natürlich ist die Reservebank der Bayern so stark wie bei keinem anderen Bundesligisten - aber man mag sich schon ausmalen, wie Karl-Heinz Rummenigge im Falle einer Niederlage in Dortmund reagieren würde. Ganz gleich, ob Marco Reus oder ein anderer Borusse den Siegtreffer erzielt.

Autor: Andreas Berten

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