Es gibt Wörter, die MSV-Trainer Ilia Gruev in den letzten Tagen mit weniger Wohlwollen zu Kenntnis genommen hat.

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Von "Null-Diät" will Gruev nichts hören

09. November 2016, 18:18 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Es gibt Wörter, die MSV-Trainer Ilia Gruev in den letzten Tagen mit weniger Wohlwollen zu Kenntnis genommen hat.

Nachdem seine Mannschaft in drei Spielen in Folge ohne eigenen Treffer geblieben ist, machten Begriffe wie Null-Nummer, Null-Diät und Minimalismus die Runde.

Den Trainer des MSV Duisburg stört dabei, dass das Wesentliche immer weiter in den Hintergrund rückt. Schließlich stehen die Zebras nach 14 Spieltagen auf Platz 1 der 3. Liga. Acht Spiele ohne Gegentreffer, nur zwei Niederlagen und noch dazu weist der MSV die beste Defensiv-Bilanz der Spielklasse vor.

Zuletzt stimmten jedoch die Ergebnisse nicht. Gegen Hansa Rostock gab es eine 0:1-Heimniederlage. Gegen den Halleschen FC spielten die Meidericher vor eigenem Publikum nur 0:0. Sorge bereitet jedoch nicht die Situation in der Tabelle. Denn dafür spielt auch Verfolger VfL Osnabrück nicht konstant genug. Und dennoch dürfte den 12.568 Zuschauern, die dem Unentschieden gegen die Ostdeutschen am Wochenende beiwohnten, ebenso wie den Spielern klar gewesen sein, dass der Spitzenplatz zu 50 Prozent dem FSV Frankfurt zu verdanken war. Die Hessen trotzten dem Tabellenzweiten an der Bremer Brücke ein 1:1 ab.

Gruev kann die Unzufriedenheit der Fans sowie die Pfiffe, die sich die Mannschaft nach dem Heimspiel gegen Halle anhören musste, zum Teil nachvollziehen. „Wir sehen uns auch in der Pflicht, den Zuschauern Unterhaltung zu bieten“, sagte er mit Blick auf die dürftige spielerische Darbietung gegen den HSC.

Dass jedoch die eingangs genannten Begriffe immer wieder in Zusammenhang mit den Zebras genannt werden, liegt in erster Linie an der Torausbeute des Spitzenreiters. 14 Treffer in 14 Drittliga-Partien sind einfach zu wenig. Keine Frage: Die Zebras sind derzeit nicht frei im Kopf. „Wir denken auf dem Platz vielleicht einmal zu viel nach, statt einfach die Chance zu nutzen.“ Der viel zitierte Knoten muss also platzen.

Gruev sieht in der Viertelfinal-Begegnung des Niederrhein-Pokals am kommenden Sonntag (15 Uhr bei TuRU Düsseldorf) eine willkommene Gelegenheit, am Tor-Abschluss seiner Spieler zu arbeiten. Dies muss am Flinger-Broich auch passieren. Denn der MSV, in dem Wettbewerb klarer Favorit auf den Titel, will ins Halbfinale. „Wir wollen den Niederrhein-Pokal gewinnen“, benennt Gruev unmissverständlich das Ziel der Duisburger.

Für die Aufgabe im Paul-Janes-Stadion steht dann auch wieder Fabian Schnellhardt zur Verfügung. Der Mittelfeld-Motor war zuletzt in der Liga gesperrt.

Anschließend kann sich der Spitzenreiter wieder voll auf den Liga-Alltag konzentrieren. Dann könnte es sein, dass sich die als Minimalisten verschrienen Zebras mit derlei Begriffen herumschlagen müssen. Der Trainer des MSV blieb auf die Frage, welches Wort ihm denn lieber wäre, betont cool und äußerte einen Wunsch: „Sieg wäre schön“.

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