In ihrer zweiten Saison in der Oberliga Niederrhein hat sich die SpVg Schonnebeck zu einem Spitzenteam entwickelt. Die Essener Konkurrenz kann da nur hinterher schauen.

SpVg Schonnebeck

Die neue Nummer zwei in Essen

Sebastian Stachowiak
09. November 2016, 13:49 Uhr
Foto: Tillmann

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In ihrer zweiten Saison in der Oberliga Niederrhein hat sich die SpVg Schonnebeck zu einem Spitzenteam entwickelt. Die Essener Konkurrenz kann da nur hinterher schauen.

Derzeit läuft es bei der SpVg Schonnebeck einfach rund. Sportlich hat man sich seit Jahren weiterentwickelt: 2015 der Aufstieg aus der Landesliga, letzte Saison der tolle fünfte Platz in der ersten Oberligasaison. Und auch in der laufenden Spielzeit scheint die Erfolgsgeschichte weiter zu gehen. Zuletzt gewann die Mannschaft um Trainer Dirk Tönnies sein Heimspiel gegen Konkurrent VfR Krefeld-Fischeln mit 2:0 und festigte damit den dritten Platz der Tabelle. Auf Spitzenreiter KFC Uerdingen beträgt der Rückstand nur zwei Punkte.

Daneben scheint auch der Blick auf die Zukunft mehr als hoffnungsvoll: Am Wochenende wurde der Vertrag mit Leistungsträger Kevin Barra um zwei Jahre bis 2019 verlängert. Es gibt also vieles, worüber man sich in Schonnebeck freuen kann: „Mit der sportlichen Situation können wir sehr zufrieden sein. Das ist mehr, als wir erwartet haben. Neben dem tollen Tabellenplatz ist es besonders das Erreichen des Viertelfinals im Niederrheinpokal, das mich sehr stolz macht. Ja, im Moment läuft es wirklich richtig gut für uns.“

Bei dieser Entwicklung scheint es nur legitim, Schonnebeck momentan als die Nummer zwei in Essen zu bezeichnen. Schließlich hinken die anderen beiden Essener Klubs in der Oberliga deutlich hinterher. Der ETB ist aufgrund seiner Heimschwäche nur im Mittelfeld der Liga zu finden. Und der FC Kray, dem dieser inoffizielle Titel in den letzten Jahren gehörte, hat nach dem Abstieg aus der Regionalliga in der vergangenen Saison seinen Negativtrend fortgesetzt. Immerhin konnte zuletzt ein Aufwärtstrend verzeichnet werden, der Hoffnung auf den Klassenerhalt macht.

Am Schetters Busch geht es seit einigen Jahren kontinuierlich bergauf, ähnlich wie einst beim FC Kray. Der Erfolg sei deshalb keine Überraschung. So jedenfalls sieht auch ETB-Trainer Damian Apfeld, der schließlich knapp 2 Jahre als Co-Trainer selbst am steilen Aufstieg der Grün-Weißen beteiligt war. Am Ende der letzten Saison nahm er das Angebot des ETB an, weil er als Cheftrainer im Seniorenbereich Fuß fassen wollte: "Der Erfolg von Schonnebeck kommt ja nicht von ungefähr. Da steckt eine lange Entwicklung hinter. Und nicht nur sportlich, sondern auch im Umfeld des Vereins hat man viele richtige Entscheidungen getroffen. Davor kann man nur den Hut ziehen." Auf die Frage, ob Schonnebeck ein Aufstiegskandidat sei, meinte Apfeld: "Definitiv sehe ich Schonnebeck als einen Aufstiegskandidaten."

Einer der Väter des Erfolgs ist sein früherer Partner Dirk Tönnies. Als zweite Macht in Essen hinter RWE, dem nächsten Gegner im Pokal, will sich der 42-jährige aber nicht verstehen: "Tabellarisch könnte man das durchaus vermuten. Aber es gehört mehr dazu, die Nummer zwei in Essen zu sein als die reine Platzierung der ersten Mannschaft. Dazu gehören insbesondere strukturelle Gegebenheiten, die man bei uns noch verbessern muss. Das Ziel muss in erster Linie sein, Konstanz aufzubauen. Der Weg, den wir bisher gegangen sind, war gut, aber da müssen wir auch dranbleiben.“

Wohin dieser Weg noch führen kann, ob gar die Regionalliga bald ein Thema sein wird, dazu äußerte sich Tönnies auch eindeutig: „Mit dem Thema Aufstieg oder der Regionalliga beschäftigen wir uns überhaupt nicht. Wie gesagt, wir wollen uns erstmal Schritt für Schritt in der Oberliga etablieren. Deshalb ist unser Ziel natürlich, die dritte Saison in Folge in der Oberliga zu erreichen und weiter an der Zukunft zu arbeiten.“

Autor: Sebastian Stachowiak

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