Liegt die Außenseiterrolle dem VfB Speldorf etwa besser als die Bürde des Favoriten? I

Speldorf

Außenseiterrolle liegt dem VfB

Marcel Dronia
07. November 2016, 02:07 Uhr
Foto: Socrates Tassos

Foto: Socrates Tassos

Liegt die Außenseiterrolle dem VfB Speldorf etwa besser als die Bürde des Favoriten? I

Im Auswärtsspiel bei der SpVgg Sterkrade-Nord konnte der Fußball-Landesligist jedenfalls phasenweise wieder an die guten Auftritte aus der Anfangsphase der Saison anknüpfen und den achten Sieg feiern. Der VfB gewann mit 2:1 (2:0).

„In der ersten Halbzeit haben wir richtig guten Fußball gespielt“, meinte Spielertrainer Christian Mikolajczak, der sich zum zweiten Mal in dieser Saison selbst aufstellte. Janis Timm musste dafür draußen bleiben. Seine Position im offensiven Mittelfeldfeld übernahm Maximilian Fritzsche, Mikolajczak spielte als „Sechser“ an der Seite von Leon Fritsch.

Innerhalb von fünf Minuten stellten die Mülheimer die Weichen auf Sieg. Erst bediente Michael Andres seinen Sturmpartner Rahman Isshak, der in der 22. Minute den Führungstreffer erzielte. Nur fünf Zeigerumdrehungen später trug Philipp Bartmann den Ball aus der Verteidigung ins Mittelfeld, Leon Fritsch löste sich in die Sturmspitze, legte quer und Michael Andres musste nur noch einköpfen – 2:0!
„Die Jungs haben es heute verstanden, dass wir erst über die Grundtugenden, also Kampfgeist und Laufbereitschaft, ins Spiel kommen müssen. Dann läuft es vorne auch von alleine, denn da haben wir unfassbare Qualitäten“, so Christian Mikolajczak.

In der zweiten Halbzeit konnte sein Team nicht ganz an die Leistung aus den ersten 45 Minuten anknüpfen. „Wir haben ein bisschen die Ordnung verloren und sind auch unter Druck geraten“, gab der Coach zu. Sterkrade konnte daraus aber keinen Vorteil ziehen.

Im Gegenteil: In der 76. Minute schwächte Kapitän Dennis Charlier seine Mannschaft selbst, als er Rahman Isshak auf der rechten Seite von den Beinen holte. „Der Ball war gar nicht mehr da, er ist nur in den Mann gegangen, die Rote Karte fand ich schon berechtigt“, meinte Mikolajczak.

Vorentscheidung versäumt

Auch in Überzahl versäumte es seine Mannschaft, endgültig den Deckel auf die Partie zu machen. Mehrere Kontersituationen wurden nicht konsequent ausgespielt. „Das müssen wir einfach noch lernen, in solchen Situationen dem Gegner früher den Todesstoß zu versetzen“, sagt der Mittelfeldmann und Coach in Personalunion. Mit einem dritten Tor wäre die Entscheidung zu Gunsten der Gäste längst gefallen gewesen.

Stattdessen erzielte Sterkrade in Person von Michael Ohnesorge nach einem Freistoß in der Nachspielzeit noch den Anschlusstreffer. Zu mehr reichte die Zeit nicht mehr. „Das war heute ein klarer Schritt nach vorne und hat mich an das erinnert, was wir am Anfang der Saison gespielt haben. Daran müssen wir jetzt gegen Schwafheim anknüpfen“, blickt Mikolajczak bereits auf das nächste Spiel voraus.

Autor: Marcel Dronia

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