Während TuRU sich rechtzeitig zum Start in die triste Jahreszeit unten einigelt, drehen die „Schwatten“ vom Hünting so richtig auf

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Bocholt schielt Richtung Tabellenspitze

06. November 2016, 19:12 Uhr
Foto: Micha Korb

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Während TuRU sich rechtzeitig zum Start in die triste Jahreszeit unten einigelt, drehen die „Schwatten“ vom Hünting so richtig auf

Der 1. FC Bocholt bezwang nach dem KFC auch die Oberbilker auf deren Anlage etwas schmeichelhaft mit 0:1 (0:1).

Die 130 Besucher an der Feuerbachstraße sahen eine aufopferungsvoll kämpfende TuRU-Elf, die sich die Brandrede von Präsident Heinz Schneider nach der Baumberg-Klatsche wohl zu Herzen genommen hat. "Ärgerlich, weil wir diese Partie nicht hätten verlieren dürfen. Aber keiner meiner Jungs hat absichtlich daneben oder den Torwart angeschossen", spielte Frank Zilles auf die Vielzahl der vergebenen Chancen an. Der TuRU-Coach freut sich, dass jetzt erst einmal eine Ligapause ansteht. „Gegen den MSV erwartet uns ein großes Spiel, das wir als Bonus betrachten.“ Das Pokalhighlight gegen die Zebras steigt am Sonntag (15:00 Uhr, Flinger Broich). „Vielleicht tut es uns ganz gut, wenn wir mal Abstand vom Alltag kriegen“, sucht Zilles nach der Abwechslung. Die nächsten Wochen vor Weihnachten werden zeigen, ob die Düsseldorfer rechtzeitig vor ihrem fünftägigen Trainingslager in Marbella im Januar die Kurve kriegen.

Ganz anders die Situation in Bocholt. Vierter Rang, Blick nach oben und ein Traumtor von Philipp Meißner zum 0:1 (24.), der per Drehvolley zwei TuRU-Akteure ganz schön alt aussehen ließ. Das freute vor allem Toni Munoz. Der Deutsch-Spanier spielte selbst vor Jahren in Oberbilk und wohnt noch heute in Düsseldorf. "Klar, freue ich mich besonders über die drei Punkte hier. Auch, wenn der Sieg ein wenig glücklich war, nehmen wir die gerne mit. Wir spulen jede Woche das ab, was wir können", sagte der 27-jährige Offensive. "Noch blicken wir nicht auf den KFC. Das ist gar nicht unser Maßstab", bleibt Munoz, der bereits in der dritten Saison am Hünting kickt, ganz bescheiden.

Auch sein Trainer hebt nicht ab und bleibt realistisch: "Wir haben einen dünnen Kader. Wenn du oben stehst, hast du auch manchmal das Quäntchen Glück, was du brauchst. Laufbereitschaft und Leidenschaft haben uns hier zum Sieg geführt."

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