Leroy Sané brachte Schalke Glück.

Schöpf trifft doppelt

Leroy Sané bringt Schalke Glück

Thomas Tartemann
06. November 2016, 19:37 Uhr
Foto: firo

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Leroy Sané brachte Schalke Glück.

Der im Sommer zu Manchester City gewechselte Publikumsliebling drückte seinen alten Schalker Teamkollegen vor 61.263 Fans im Bundesliga-Heimspiel gegen den SV Werder Bremen auf der Tribüne die Daumen. Die Königsblauen kämpften sich zu einem 3:1 (2:1)-Erfolg und blieben damit im fünften Bundesliga-Spiel in Folge unbesiegt. Inklusive DFB-Pokal und Europa League hat das Team von Cheftrainer Markus Weinzierl jetzt neun Partien ohne Rückschlag überstanden. Damit können Torwart Ralf Fährmann & Co. mit einem guten Gefühl in die Länderspiel-Pause gehen.

Markus Weinzierl baute seine Mannschaft erneut im größeren Stil um. Im Vergleich zum 2:0-Sieg über den FK Krasnodar rotierten mit Junior Caicara, Dennis Aogo, Benjamin Stambouli, Yevhen Konoplyanka und Abdul Rahman Baba fünf Profis aus der Startelf.

Die zuletzt angeschlagenen Max Meyer (Bänderriss) sowie Nabil Bentaleb (Knieschmerzen) wurden rechtzeitig fit und gaben dem Schalker Spiel wichtige Impulse. Johannes Geis, Sead Kolasinac und Leon Goretzka rückten ebenfalls wieder in die erste Elf. Schalke übernahm von Beginn an das Kommando, tat sich aber gegen die dicht gestaffelte Werder-Deckung lange schwer. Nach 35 Minuten wurden die Hausherren für ihr Anrennen belohnt. Max Meyer hämmerte den Ball aus 23 Metern an die Lattenunterkante.

Der mit in den Strafraum gelaufene Alessandro Schöpf schaltete am schnellsten und bugsierte den zurückprallenden Ball per Kopf zum 1:0 ins leere Werder-Gehäuse. Torwart Felix Wiedwald war ohne Abwehrchance. Nur 180 Sekunden später rauschte es wieder im Netz der Hansestädter. Schalke-Abwehrrecke Naldo schoss einen Freistoß flach auf das Bremer Tor. Wiedwald konnte den Ball zwar abwehren, klatschte ihn aber genau vor die Füße von Nabil Bentaleb, der sich die Chance zum 2:0 aus kurzer Distanz nicht entgehen ließ.

Werders Antwort kam vom Punkt. Schiedsrichter Günter Perl wertete einen Zweikampf zwischen Alessandro Schöpf und Serge Gnabry als elfmeterreif. Der olympische Silbermedaillen-Gewinner Gnabry trat selbst an und versenkte den Ball unhaltbar für Schalkes Torwart Ralf Fährmann zum 2:1-Anschlusstreffer (42.).

Nach Wiederanpfiff bemühte sich Schalke um eine schnelle Entscheidung. Wieder sorgte ein von Bremens Torhüter Wiedwald abgewehrter Schuss, den diesmal Johannes Geis abgefeuert hatte, für Alarmstufe rot im grün-weißen Strafraum. Schalkes Angreifer Eric Maxim Choupo-Moting köpfte den Abpraller aber knapp neben den rechten Pfosten (58.). Kurz darauf klappte es doch. Max Meyer schickte den starken Sead Kolasinac auf die Reise, dessen flache Hereingabe ihren Weg durch die komplette Gäste-Deckung genau zu Alessandro Schöpf fand. Der österreichische Marathonläufer, der die beeindruckende Strecke von rund zwölf Kilometern abspulte, traf mit einem knackigen Schuss zum 3:1 ins rechte Eck (63.). Bremens Trainer Alexander Nouri warf zwar in der Endphase noch Alt-Star Claudio Pizarro ins Gefecht, aber Schalkes Deckung ließ nichts mehr anbrennen.

Autor: Thomas Tartemann

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