Zum ersten Mal in dieser Saison musste sich der MSV Duisburg Pfiffe von den eigenen Fans gefallen lassen.

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Das sagt Wiegel zu den Pfiffen

05. November 2016, 18:08 Uhr
Foto: Tillmann

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Zum ersten Mal in dieser Saison musste sich der MSV Duisburg Pfiffe von den eigenen Fans gefallen lassen.

Gerade waren die ersten 45 Minuten abgepfiffen, da wurde es in der Schauinsland Reisen-Arena plötzlich laut. Vereinzelt, aber doch deutlich hörbar, gab es Pfiffe von den Rängen. Unmutsbekundungen eines Publikums, das von ihrer Mannschaft in den vorherigen 13 Spielen nicht sonderlich verwöhnt worden war, das jedoch endlich den Durchbruch sehen wollte.

Diese Pfiffe hätte es gar nicht geben müssen. Denn kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Andreas Wiegel, der für Tugrul Erat in die Startelf gerückt war, Simon Brandstetter von der rechten Seite bedient. Der Stürmer touchierte den Ball noch mit der Hacke, Halles Torhüter Fabian Bredlow verhinderte jedoch die Duisburger Führung (44.). „Mit ein bisschen Glück trifft er ihn besser oder der Torwart lässt ihn durch“, sagte der Vorlagengeber mit Blick auf die beste Chance der „Zebras“ im ersten Durchgang.

Wiegel hatte eine Vermutung, woran die Sturmflaute der Meidericher, die mit nur 14 Toren aus 14 Spielen immer noch Tabellenführer sind, festzumachen sei. „Vielleicht ist es bei uns momentan der Kopf. Vielleicht denken wir zu viel nach“, sagte der 25-Jährige. Für die Reaktionen der Anhänger äußerte er indes Verständnis: „Man muss die Fans verstehen. Sie kommen hierhin und wollen uns gut spielen sehen. Sie sagen ihre Meinung und das ist ihr gutes Recht.“ Der gebürtige Paderborner ergänzte: „Wir lassen uns davon haben aber nicht beeinflussen.“

Was für Wiegel und Co. derzeit von Vorteil ist: Scheinbar hat die ganze Liga Ladehemmungen. Lediglich 16 Treffer fielen am 14. Spieltag. Zwei davon in der Partie zwischen dem VfL Osnabrück und dem FSV Frankfurt. „Man muss das neutral betrachten“, erklärte Wiegel, „Wenn geschrieben wird, dass wir zu wenig Tore schießen, ist das richtig. Aber die ganze Liga ist so eng.“

Das ließ das Spiel gegen den Halleschen FC, der in seinen vorherigen sechs Auswärtsspielen lediglich einen Sieg geholt hatte, noch als positives Moment ausmachen. Denn die Mannschaft von Rico Schmitt war keineswegs Kanonenfutter auf dem Weg zurück in Liga 2: „Wir wussten, dass mit Halle ein schwerer Gegner kommt. Dementsprechend haben die es auch gut gemacht.“

Und bei der Ausgeglichenheit in der Liga bleibt festzuhalten, dass der MSV erst zwei Niederlagen kassiert hat. Die Fans wird das nicht beschwichtigen. Das weiß auch Wiegel: „Wir müssen jetzt weitermachen. Und der Knoten muss halt platzen.“

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