Es ist wenig verwunderlich, dass Duisburgs Trainer Ilia Gruev diesen Gesprächsstoff allmählich leid ist.

MSV

"Werden gegen Halle aggressiv auftreten"

03. November 2016, 18:36 Uhr
Foto: Stephan Eickershoff

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Es ist wenig verwunderlich, dass Duisburgs Trainer Ilia Gruev diesen Gesprächsstoff allmählich leid ist.

Rund um den Spitzenreiter hat sich eine denkwürdige Diskussion entwickelt. Denn der MSV Duisburg hat ein Problem in der Offensive. Eins, das schleunigst gelöst werden muss.

Vielleicht wurde sie schon zu häufig diskutiert und auch kritisiert, die Flaute im Angriff der Meidericher. 13 Spiele, 14 Tore – der abstiegsbedrohte FSV Zwickau wartet mit der gleichen Bilanz auf. Was die „Zebras“ von den Sachsen unterscheidet: In der Defensive stehen lediglich acht statt 23 Gegentreffer.

Gruev ist klar, dass er sich auf das stabile Fundament verlassen kann. Daher sieht der Bulgare auch keinen Grund, vor dem Heimspiel gegen den Halleschen FC (Samstag, 14 Uhr) von der bisherigen Marschroute auch nur ansatzweise abzuweichen: „Wir spielen immer mutig, wollen immer dominant sein. Und wir werden auch gegen Halle aggressiv auftreten.“

Eben gegen jenen Gegner, der dem MSV am vergangenen Spieltag die Tabellenführung gerettet hat. Denn der HFC besiegte den Tabellenzweiten VfL Osnabrück mit 1:0. Zeitgleich holten die „Zebras“ bei der SG Sonnenhof Großaspach beim 0:0 nur einen Zähler. Es war der zweite Rückschlag innerhalb von einer Woche. Denn zuvor hatte die Gruev-Elf gegen Hansa Rostock die erste und bislang einzige Heimniederlage der laufenden Saison kassiert. „Das nagt immer noch an uns“, sagt der Duisburger Linienchef und ergänzt: „Jeder hat gesehen, dass wir in den fünf Heimspielen davor nicht verloren und kein Gegentor kassiert haben. Deswegen gehen wir mit breiter Brust in das Spiel. Uns erwartet eine schwere Aufgabe.“

Nichts anderes empfiehlt Torhüter Mark Flekken seinen Vorderleuten, die in den letzten beiden Spielen ohne Treffer blieben: „Wir müssen weiter aus unserer Dominanz Torchancen kreieren.“ Besagte Dominanz habe der MSV trotz der beiden Partien ohne Sieg nie abgelegt: „Es geht für uns darum, dass wir uns belohnen.“ Eine Sache von Konzentration und Einstellung also.

Wer es gegen Halle richten soll, steht noch nicht endgültig fest. Tim Albutat fällt mit einem Magen-Darm-Infekt aus, Fabian Schnellhardt ist nach seiner Roten Karte gegen Hansa Rostock noch gesperrt. Dan-Patrick Poggenberg laboriert an einem Bänderriss im Sprunggelenk. Albutat wird aller Voraussicht nach von Baris Özbek oder Enes Hajri vertreten. Dass Routinier Thomas Bröker vom Flügel in die Zentrale wechselt, ist eine Option, aufgrund der offensiveren Spielweise von Schnellhardt-Vertreter Martin Dausch jedoch unwahrscheinlich. Gruevs Vorteil: von einer Bank, wie sie der MSV hat, träumt die ganze Liga.

Schließlich aber kommt der Bulgare um das ungeliebte Thema doch nicht herum: „Wir werden diesmal auch versuchen, unsere zahlreichen Chancen besser zu verwerten, damit wir am Ende erfolgreich sind.“

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