In den vorangegangenen zwei Spielzeiten war Anthony Losilla einer der Dauerbrenner im VfL-Trikot:

VfL Bochum

Losillas Wettlauf mit der Zeit

03. November 2016, 11:23 Uhr
Foto: firo

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In den vorangegangenen zwei Spielzeiten war Anthony Losilla einer der Dauerbrenner im VfL-Trikot:

In zwei Saisons verpasste er ganze drei Begegnungen. Doch jetzt hat es auch ihn erwischt: Gegen Sandhausen, in Kaiserslautern und zuletzt gegen Heidenheim war er nur Zuschauer, nachdem er am 7. Oktober am rechten Innenmeniskus operiert wurde. Händeringend wartet die VfL-Gemeinde auf seine Rückkehr, denn seine Präsenz im defensiven Mittelfeld wurde zuletzt schmerzlich vermisst.

RS sprach mit dem Franzosen, nachdem er am Dienstag mit seinen Kindern in der Zoo-Erlebniswelt eine anstrengende „Trainingseinheit“ absolviert hatte.

Anthony Losilla, wie geht es ihnen dreieinhalb Wochen nach der Meniskus-OP?
Mir geht es wieder richtig gut. Dr. Rosenthal hat offensichtlich einen sehr guten Job gemacht, denn ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell wieder auf dem Platz stehe. Am Montag habe ich erstmals mit der Mannschaft trainiert und bin sehr zufrieden. Ich hoffe jetzt sogar darauf, bereits am Samstag gegen Fürth wieder im 18er-Kader zu stehen. Aber wir müssen erst einmal sehen, wie die Trainingswoche weiterläuft. Montag hatte ich schon das Gefühl, dass es richtig gut war im Training. Da habe ich nichts mehr gespürt, aber letztendlich entscheidet der Trainer.

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Die Operation kam für viele überraschend. Was ist eigentlich passiert? Ich weiß es gar nicht ganz genau, denke aber, dass ich mir im Spiel gegen Nürnberg das Knie verdreht habe. Ich habe mich danach behandeln lassen und hatte Schmerzen, wollte aber in der englischen Woche unbedingt dabei sein. Doch nach Aue ging nichts mehr. Ich konnte nur noch mit rund 40 Prozent Einsatz trainieren. Wir haben dann eine Aufnahme gemacht und der Innenmeniskus war gerissen.

Sie hatten dann die letzten drei Spiele als Zuschauer verfolgt, was fehlt der Mannschaft momentan? Gegen Sandhausen haben wir einfach nicht den Rhythmus gefunden. Auf dem Betzenberg war auch ein wenig Pech dabei, da hätten wir nach 25 Minuten führen müssen. Auffallend ist, dass wir weiterhin bei Standards sehr anfällig sind und uns momentan viele individuelle Fehler unterlaufen, die gnadenlos bestraft werden. Unsere jungen Spieler machen einen richtig guten Job. Aber auch wir erfahrenen haben einige Zeit gebraucht, um das aggressive Offensivspiel, das unser Trainer bevorzugt, umzusetzen. Ich denke, da fehlen einfach noch die Automatismen, was wir uns vorher in zwei Jahren erarbeitet haben. Das funktioniert nicht in zwei, drei Monaten.

Und wie haben Sie das Spiel gegen Heidenheim erlebt? Da konnte man auch sehen, dass wir auch andere Qualitäten haben. Vielleicht ist es gar nicht verkehrt, wenn man sich bei so vielen Ausfällen von Stammspielern einmal auf die einfachsten Dinge des Fußballs besinnt. Mit solcher Leidenschaft und Aggressivität wie gegen Heidenheim würden wir jedem Gegner das Leben schwer machen. Auch das ist eine Qualität, die wir besitzen, und die sollten wir vielleicht öfter einmal abrufen, dann kommt das Spielerische von ganz alleine.

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