„Derbysiege sind schön“ – Nach dem Sieg in Wanne-Eickel sangen und tanzten die Hordeler in der Mondpalast-Arena in Herne.

TuS Hordel

"Derby-Siege sind schön"

Felix Kannengießer
30. Oktober 2016, 19:30 Uhr
Foto: Makiela

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„Derbysiege sind schön“ – Nach dem Sieg in Wanne-Eickel sangen und tanzten die Hordeler in der Mondpalast-Arena in Herne.

„Jetzt haben wir alle drei Derbies der Hinrunde gewonnen, viel mehr geht nicht. Wir werden diesen Abend genießen“, sagte Co-Trainer René Ziarna nach aufreibenden 90 Minuten. Die Partie fing gleich emotional an. Nach ersten Chancen für die Wanne-Eickel wurde Hordel offensiver, die Gastgeber nervöser. Das zeigte sich auch im Spiel: Erst bekam Josse Gerick nach einem rüden Fouls die gelbe Karte (Ziarna: „Das war schon dunkelgelb“), dann wurde DSC-Coach Holger Flossbach nach einem Disput mit Schiedsrichter Philipp Hüwe in den Innenraum verwiesen. „Es ging ziemlich heiß her“, berichtete Ziarna: „Wir haben damit gerechnet, die Jungs haben unsere Voorgaben gut umgesetzt, haben Teamgeist und eine starke Mentalität auf den Platz gebracht.“ Kämpferisch war die Partie auf hohem Niveau, spielerisch taten sich beide Mannschaften schwer. Torchancen: Fehlanzeige.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Geschehen, zuerst war es der Gastgeber, der mit zwei gute Chancen liegen ließ. Bei Hordel drehte vor allem Ron Berlinski auf. „Er war der erste, der richtig Druck gemacht hat. So hat er die anderen mitgezogen“, lobte Ziarna. Eine Aktion des Stürmers führte letztlich auch zur Hordeler Führung: Christian Melchner ließ gegen Berlinski im Strafraum das Bein stehen, der Gefoulte versenkte den Elfmeter zum 1:0 selbst (60.). Zwei Minuten später sorgte Melchner für den GAU für Wanne-Eickel, beschimpfte den Schiedsrichter („Sei froh, dass du noch lebst“) und kassierte folgerichtig die Rote Karte.

„Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, befand Ziarna. Und tatsächlich, in Überzahl ließ Hordel nur noch eine Chance zu, hatte sogar mehrfach die Gelegenheit, einen zweiten Treffer nachzulegen. „Ein großes Lob an die Defensive“, verteilte Ziarna deswegen nachher: „Leider haben wir nicht das 2:0 gemacht.“ Dreimal hatte die DJK noch die Gelegenheit, Christoph van der Heusen verzog aus der Distanz, Lukas Wilke von der Seite und Philipp Dragicevic traf noch den Pfosten.
Durch den Sieg hat Hordel den zweiten Platz verteidigt, der Lüner SV steht zwei Zähler dahinter. Spitzenreiter Westfalia Herne ist auf fünf Punkte enteilt.

Autor: Felix Kannengießer

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