Der VfL Bochum bleibt im eigenen Stadion unbesiegt.

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Bochum ist auch personell gebeutelt zuhause unschlagbar

Michael Eckardt
30. Oktober 2016, 15:23 Uhr
Foto: firo

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Der VfL Bochum bleibt im eigenen Stadion unbesiegt.

Gegen den FC Heidenheim setzten sich die Bochumer mit 2:1 durch und halten damit Anschluss an die führenden Zweitliga-Mannschaften.

Der VfL musste zwar, wie angekündigt, auf Thomas Eisfeld verzichten, nicht aber auf den zuletzt erneut angeschlagenen Tim Hoogland, der wieder hinten rechts verteidigte und ein Aktivposten war. Für Eisfeld kam Görkem Saglam ins Team, einer von drei Bochumer Nachwuchsspielern, die am Freitag während der Mitgliederversammlung mit der Werner-Altegoer-Medaille ausgezeichnet worden waren.

Saglam, wegen seiner guten Schusstechnik eigentlich eher ein Spieler für das Zentrum, fügte sich auch auf der linken Mittelfeld-Position gut ein. Man merkt inzwischen, dass die Zweite Liga kein unbekanntes Land mehr für ihn ist. Weil nicht nur Hoogland rechts Dampf machte, sondern sich auch Timo Perthel links deutlich aktiver präsentierte als zuletzt, strahlte die komplette Mannschaft mehr Energie aus als noch in Kaiserslautern. Auch Körpersprache und Kommunikation waren verbessert, gelegentliche Unstimmigkeiten im Abwehrzentrum vermochten die Gäste glücklicherweise nicht zu nutzen.

Dass der VfL bereits nach wenigen Minuten in Führung gehen konnte, beruhigte sicher auch die Nerven der Beteiligten. Marco Stiepermanns langer Ball in die Spitze wurde so unfreiwillig wie perfekt in den Lauf des starken Peniel Mlapa verlängert, der unhaltbar mit links abschloss. Es war Mlapas vierter Saisontreffer. Die einzige Gelegenheit der Heidenheimer vor der Pause hatte Gertjans Verbeeks Landsmann John Verhoek, der ja gerne mal gegen den VfL trifft. Diesmal schoss Verhoek allerdings aus 18 Metern knapp vorbei.

Genau gepasst hätte dagegen der Versuch von Marco Stiepermann. Doch FCH-Torhüter Kevin Müller war auf dem Posten.Und dann fiel doch das 2:0. Gäste-Innenverteidiger Timo Beermann kam dem ausgebufften Mlapa zu nahe - Elfmeter. Felix Bastians trat an und durfte sich freuen. Zwar war Müller noch am Ball, doch der fand trotzdem den Weg ins Netz.

Eine beruhigende Führung, wie es schien. Wäre da nur nicht die Pannenserie wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff gewesen. Nach einem Freistoß der Gäste faustet Manuel Riemann den Ball Stiepermann vor die Brust, von da geht es zu Pawel Dawidowicz und schließlich ins Netz. Heidenheim hat verkürzt, ohne selbst viel dazu beigesteuert zu haben.

Für das Team von der Ostalb war das wohl das Signal zu zeigen, warum man so weit oben platziert ist. Nun nahmen die Gäste das Spiel in die Hand, hatten jedoch Schwierigkeiten, die aufmerksam verteidigende Bochumer Abwehr in Bedrängnis zu bringen; obwohl der angeschlagene Bastians nach einer Stunde passen musste und fortan Hoogland mit Dawidowicz die Innenverteidigung bildete. Mlapa hätte nach einer zügigen Kombination über Perthel, Saglam und Johannes Wurtz für die Entscheidung sorgen können, aber dem VfL-Angreifer geriet der Abschluss zu schwach. Und so mussten die Gastgeber noch ein paar Minuten zittern, bis der vierte Heimsieg unter Dach und Fach war.

Autor: Michael Eckardt

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