Mit zwei parierten Elfmetern trug BVB-Torhüter Weidenfeller entscheidend zum Sieg gegen Union Berlin bei. Doch er lobte auch andere.

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Weidenfeller erklärt das Elfmeter-Geheimnis

Sebastian Weßling
27. Oktober 2016, 09:43 Uhr
Foto: firo

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Mit zwei parierten Elfmetern trug BVB-Torhüter Weidenfeller entscheidend zum Sieg gegen Union Berlin bei. Doch er lobte auch andere.

Roman Weidenfeller, wie groß ist die Erleichterung nach dieser Partie, nach dem 4:1 nach Elfmeterschießen gegen Union Berlin?
Wir hätten es nicht so spannend machen dürfen. Wir kamen nicht so gut ins Spiel, haben dann mit etwas Glück kurz vor der Halbzeit das 1:0 geschossen, was ganz wichtig war. Wir hätten das Spiel dann aber nicht so aus der Hand geben dürfen, waren fahrlässig mit unseren Chancen und haben es nicht so gut ausgespielt. Dann war klar, dass es hier nochmal eng wird. Es hätte von meiner Seite aus nicht unbedingt ins Elfmeterschießen gehen müssen. Aber so sind diese Abende.

Waren Sie denn darauf vorbereitet, dass es so kommen könnte?
Wir sind immer auf alles vorbereitet.. Das Trainerteam durchdenkt jede mögliche Situation bis ins Letzte. Wir wussten, dass es nicht leicht wird gegen Union Berlin und dass man eine Topleistung liefern muss. Dass es aber so eng wird, hätte ich nicht erwartet. Da muss man Berlin Respekt zollen, die haben es sehr gut gemacht, waren kämpferisch stark, hatten einen guten Torwart und das nötige Glück auf ihrer Seite. Aber wir hätten unsere Torchancen einfach besser nutzen müssen.

Gut vorbereitet – das heißt, Sie wussten auch, wohin die Schützen normalerweise schießen?
Ja. Wir haben ein sehr gutes Scoutingsystem, sind allgemein gut vorbereitet. Letzten Endes ist aber auch die Ausstrahlung wichtig. Und es ist für einen Gegner eine riesige Herausforderung, vor dieser Kulisse zu schießen. Das Stadion bebt und wir konnten das gut ausnutzen.

Sie hatten die Südtribüne im Rücken, was sicher nicht von Nachteil war.
Ich glaube schon, dass einiges ausgemacht hat. Großen Respekt vor den Fans, dass sie uns immer so unterstützen, egal ob es gut oder schlecht läuft.

Sie haben so viele Spiele für den BVB absolviert. Wo ordnen Sie dieses ein?
Sicher relativ weit vorne. Mit diesem Verlauf hätte vor dieser Partie wohl keiner gerechnet. Aber so ist der Fußball. Wir können froh sein, dass wir das am Ende zusammen gemeistert haben - die Feldspieler haben ja auch alle Elfmeter reingeschossen.

Autor: Sebastian Weßling

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