Der BVB hat sich gegen Zweitligisten Union Berlin in das Achtelfinale des DFB-Pokals gequält. Von Derby-Form war Dortmund beim Sieg nach Elfmeterschießen weit entfernt.

BVB-Einzelkritik

Note 5 für Ego-Zocker Emre Mor

26. Oktober 2016, 23:57 Uhr
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Der BVB hat sich gegen Zweitligisten Union Berlin in das Achtelfinale des DFB-Pokals gequält. Von Derby-Form war Dortmund beim Sieg nach Elfmeterschießen weit entfernt.

Roman Weidenfeller (2): Gerade zu Beginn des Spiels musste er häufiger hellwach sein als ihm lieb war. Gute Reaktion, als er vor Redondo rettete (17.). Dem routinierten Keeper unterlief ein böser Schnitzer, als Hosiner seinen Abstoß noch blockte (40.). Schlechte Sicht auf den Ball beim 1:1. Kam dann gegen Zejnullah zu spät (100.) und hätte damit beinahe den Weg zur Berliner Führung geebent. Im Elfmeterschießen lief er dann zur Höchstform und sorgte mit zwei gehaltenen Schüssen für das Weiterkommen.

Lukasz Piszczek (3): Der Pole profitierte davon, dass der vorne rechts spielende Larsen in der Ballbehandlung sicher war. Über die linke Seite der Eisernen lief nicht viel. Der Rechtsverteidiger machte einen sicheren Job. Szenenapplaus für seinen Einsatz gegen Redondo (78.).

Matthias Gintner (3): Musste immer wieder eingreifen, wenn Passlack unaufmerksam war. Zudem haperte es in der Viererkette oft mit der Abstimmung. Insgesamt keine einfache Aufgabe, die Ginter zunächst gut löste. Souverän vom Punkt.

Sokratis (3-): Verletzte sich erst bei seinem Foul an Quaner (11.), dann bei seinem Schussversuch an der Strafraumgrenze (29.). Ging oft energisch zu Werke, wirkte dabei jedoch hin und wieder übermotiviert.

Felix Passlack (4): Sein katastrophaler Rückpass auf Weidenfeller hätte Quaner fast die Berliner Führung ermöglicht (26.). Viele Unsicherheiten, wenn es um die Abwehrarbeit ging, in der Vorwärtsbewegung besser. Fing sich nach dem Seitenwechsel.

Nuri Sahin (4-): Sein Platz in der Startaufstellung war wohl die größte Überraschung des Abends. Seine Vorstellung mit Ausnahme seines Distanzschusses (42.) allerdings auch die Begründung dafür, dass Tuchel zuletzt nicht auf ihn gesetzt hatte.

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Jacon Bruun Larsen (3+): Mit ganz viel Wohlwollen war es ein doppeltes Debüt. Seinen Schuss jedoch lenkte Parensen mit der Schulter wohl entscheidend ins eigene Netz (45.). Insgesamt ein guter Auftritt des 18-Jährigen, der sich bei seinem ersten Profi-Einsatz überhaupt nicht versteckte.

Gonzalo Castro (3+): Bewahrte als einer der wenigen Dortmunder Ruhe und Übersicht. Sicher im Spiel nach vorn und mit klugen Pässen – auch wenn es mal schneller wurde. Bei der Arbeit in der Defensive ebenso fleißig. In der Schlussphase sowie in der Verlängerung dann mit einigen Offensivaktionen, die aber allesamt ohne Ergebnis blieben. In der 113. Minute hätte er treffen müssen, schoss aber knapp über die Latte.

Mario Götze (3+): Krönte seinen Auftritt in den ersten 45 Minuten mit der Vorarbeit zum 1:0. Im zweiten Durchgang zwar noch solide, längst aber nicht mehr so auffällig wie zuvor. War in der Verlängerung sichtlich um eine Lösung zu Gunsten des BVB bemüht, rannte sich aber oft fest. Verwandelte den Elfmeter sicher.

Emre Mor (5): Was er auch anpackte – gelingen wollte ihm so gut wie nichts. Agierte oft viel zu eigensinnig. In der Schlussphase wachte er auf, traf einmal den Pfosten (87.), lupfte dann auf Ramos (90.) und dribbelte sich in der Nachspielzeit noch einmal energisch durch den Berliner Strafraum. Es blieb allerdings dabei, denn in der Verlängerung verfiel der 19-Jährige wieder in sein altes Muster.

Adrian Ramos (5): Von dem BVB-Stürmer war überhaupt nichts zu sehen. Wenn er am Ball war, ging dieser schnell wieder verloren oder der Kolumbianer wusste sich nur mit Fouls zu helfen. Verstolperte in der Verlängerung die erneute Führung und hatte auch in der Folge einige unglückliche Aktionen.

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