Beim FC Schalke 04 stimmen die Ergebnisse wieder. Nach dem mühevollen 3:2-Sieg in Nürnberg wird der Derby-Knaller in Dortmund zum Schlüsselspiel. Ein Kommentar.

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Das Derby beim BVB wird zum Schlüsselspiel

Peter Müller
26. Oktober 2016, 23:14 Uhr
Foto: Firo

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Beim FC Schalke 04 stimmen die Ergebnisse wieder. Nach dem mühevollen 3:2-Sieg in Nürnberg wird der Derby-Knaller in Dortmund zum Schlüsselspiel. Ein Kommentar.

Warum müssen es die Schalker eigentlich noch spannend machen, wenn sie bei einem Zweitligisten zur Halbzeit mit 3:0 führen? Wäre es nicht mal nett gewesen für die in dieser Saison schon genügend strapazierten Anhänger, so einen Sieg einfach mal locker nach Hause zu bringen? Den Schalker Profis ist schon oft vorgeworfen worden, sie brächten nicht immer die nötige Mentalität mit. Sie machen es einem wirklich schwer, diese Meinung grundsätzlich zu korrigieren.

Immerhin: Die Ergebnisse stimmen wieder. Schalke ist im DFB-Pokal eine Runde weiter, führt souverän seine Europa-League-Gruppe an und hat sich zuletzt auch in der Bundesliga wieder gefangen. Das war nur möglich, weil Verantwortliche und Fans nach fünf Niederlagen zum Saisonstart auch unter großem Leidensdruck nicht die Geduld verloren. Nur so ließ sich die Krise bewältigen. Noch ist es früh genug, um eine Aufholjagd starten zu können. Zum Schlüsselspiel wird nun ausgerechnet das Derby in Dortmund: Am Samstag kann Schalke Weichen stellen – das wird eine spannende Angelegenheit.

Möglicherweise hätten sich die Königsblauen ja in den ersten Wochen dieser Spielzeit, als sich Verunsicherung und Verärgerung unheilvoll verbandelten, auch in einem Pokalspiel gegen einen unterklassigen Verein blamiert. So wie Mainz 05 bei Greuther Fürth. So wie Darmstadt 98 bei Astoria Walldorf. So wie der SC Freiburg gegen den SV Sandhausen. So wie Bayer Leverkusen bei den Sportfreunden Lotte.

Man fragt sich ja, was an solchen Abenden in den Köpfen dieser Bundesligastars vorgeht? Glauben sie wirklich immer noch, man könnte einen grätschenden Gegner im Spaziergang ausschalten? Es gibt doch schon so viele Negativ-Beispiele. Aber manche lernen es nie.

Autor: Peter Müller

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