Allmählich wird es gefährlich. Die Handballer vom Tusem Essen rutschen in der 2. Bundesliga immer weiter in Richtung Abstiegszone.

Essen

Nächster Rückschlag für den Tusem

26. Oktober 2016, 21:58 Uhr
Foto: Michael Gohl

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Allmählich wird es gefährlich. Die Handballer vom Tusem Essen rutschen in der 2. Bundesliga immer weiter in Richtung Abstiegszone.

Das Nachholspiel beim Bundesliga-Absteiger ThSV Eisenach ging mit 25:27 verloren, damit warten die Essener mittlerweile schon seit sechs Spielen auf einen Sieg. Drei Minuten vor Ende der Begegnung, die Gastgeber führten mit 26:24, schwoll die Halsschlagader des Hallensprechers noch einmal an. Durch die Lautsprecher schallte: „Es sind noch ein paar Minuten, da kann noch viel passieren!“ Emotional ging es in der Werner-Aßmann-Halle zu, vor allem in der Schlussphase.[infobox-right]Eisenach: Gorobtschuk, Redwitz; Iffert, Wöhler (3), Luther, Gerlich (8), Miljak (3), Schliedermann (2), Urban (8/5), Richardt, Seifert, Niemeyer (3).
Tusem: Bliß, Donderis Vegas; Beyer (5/2), J.Ellwanger (3), Keller (3), Witzke (2), Hegemann (4/1), Roosna, Kintrup (3), Käsler, Seidel (1), Mürköster (4).
Siebenmeter: 5/5 - 4/3. Zeitstrafen: 3 - 4.
Schiedsrichter: Hartmann/Schneider.
Zuschauer: 1545.
„Spielfilm“: 3:0 (2.), 4:1 (8.), 7:4 (14.), 7:7 (17.), 9:10 (22.), 10:12 (26.), 13:12 (29.) - 13:16 (35.), 16:19 (38.), 21:21 (43.), 22:21 (45.), 24:22 (51.), 25:24 (55.), 27:26 (60.).[/infobox]

Nachdem der Tusem denkbar schlecht in die Partie gestartet war (0:4, 5.), entwickelte sich doch noch ein Spiel auf Augenhöhe. Die Essener, diesmal wieder mit einer 5:1-Deckung auf dem Platz, brachten mehr Dynamik in die eigenen Angriffe, und die Nervosität wich der Entschlossenheit. So hatten plötzlich die Hausherren Probleme, vor allem im Abschluss haperte es, weshalb der Tusem sogar in Führung gehen konnte (10:9, 22.). Allerdings nahm die Spannung bei den Essenern ab, Eisenach war zur Pause wieder vorn.

Die zweite Halbzeit begann für die Mannschaft von Trainer Stephan Krebietke optimal. Essen führte, und das auch verdient. Allerdings kippte die Stimmung Mitte des zweiten Durchgangs. Während die Zuschauer für ihre Gäste vor allem „Buh“-Rufe vorgesehen hatten, fiel der Jubel für ihre Lieblinge umso größer aus. In einer Viertelstunde traf der Tusem, der in dieser Phase sichtlich unsicher wirkte, nur viermal das Tor. Die Gastgeber zogen wieder vorbei. Krebietke versuchte es mit einem Torwartwechsel, und immerhin konnte Carlos Donderis Vegas ein paar Würfe entschärfen. Für den Spanier war es der erste Einsatz nach siebenmonatiger Verletzungspause.

Doch auch der Rückkehrer konnte nicht dafür sorgen, dass seine Vorderleute genügend Bälle ins gegnerische Tor warfen. Sinnbildlich eine Szene in der 59. Spielminute: Donderis Vegas hält, im Gegenzug scheitert Essens Michael Kintrup an Torwart Stanislaw Gorobtschuk. Den Ausgleich verpasst, das entscheidende Gegentor kassiert. Das Spiel war beendet. Und zum Glück der Thüringer traf die Prophezeiung ihres Hallensprechers nicht ein.

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