Der VfL Bochum hat am Montagabend in der zweiten Fußball-Bundesliga einen schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Nach dem 0:3 in Kaiserslautern droht das graue Mittelmaß.

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Das sagen die Verantwortlichen zum 0:3-Fiasko

Martin Herms
25. Oktober 2016, 18:36 Uhr
Foto: Firo

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Der VfL Bochum hat am Montagabend in der zweiten Fußball-Bundesliga einen schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Nach dem 0:3 in Kaiserslautern droht das graue Mittelmaß.

Wir haben die Stimmen der Bochumer Verantwortlichen zusammengetragen. VfL-Trainer Gertjan Verbeek gab nach der Pleite am Betzenberg enttäuscht zu Protokoll: "Das haben wir uns alle anders vorgestellt, aber das ist die Realität. Es beginnt mit unseren eigenen Möglichkeiten. Die haben wir in der ersten halben Stunde nicht nutzen können. Aus dem Nichts sind wir in Rückstand geraten. Das haben wir uns durch eigene Fehler im Aufbau eingebrockt. In der zweiten Halbzeit haben wir wieder gut angefangen, haben Druck entwickelt, mussten und wollten das Spiel zu unseren Gunsten drehen. Wieder haben wir eigene Chancen nicht genutzt, kassieren stattdessen das 2:0", sagte Verbeek.

Das ist nicht unser Anspruch. Gute 15 Minuten in jeder Halbzeit reichen nicht
Christian Hochstätter

Der Niederländer gab sowohl der Abwehr als auch Torwart Manuel Riemann die Schuld am 2:0 für die Lauterer: "Ein zu einfaches Gegentor, entstanden an der Außenlinie, es kommt die Flanke und der Stürmer steht frei vorm Tor. Die Abstimmung zwischen Torwart und Abwehr war nicht gut. Wir haben noch mal geantwortet, hätten einen Strafstoß bekommen müssen, der uns wahrscheinlich ins Spiel zurückgebracht hätte. Aber auch das war uns nicht vergönnt. Das 3:0 war eine Folge der noch offensiveren Spielweise, wo wir bis zur Mittellinie aufgerückt sind. Auch das war wieder ein individueller Fehler."

VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter wurde im Nachgang noch deutlicher. Der Bochumer Funktionär übte scharfe Kritik an der gesamten Mannschaft: "Das ist nicht unser Anspruch. Gute 15 Minuten in jeder Halbzeit reichen hier nicht um zu gewinnen, wenn man so eklatante Fehler macht, wie wir sie gemacht haben. Wir fressen in dieser Saison einfach viel zu viele Gegentore. Es liegt nicht nur an der Abwehr, die mannschaftliche Geschlossenheit ist nicht so da, wie wir uns das vorstellen. So wird es dann auch schwer, solch ein Ergebnis umzudrehen. Das ist uns zwar in der Vergangenheit immer mal wieder gelungen, dieses Mal jedoch nicht."

Autor: Martin Herms

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