Wut, Verwunderung und Unverständnis: Die Auslosung der Viertelfinal-Begegnungen wurde bereits während der Veranstaltung scharf kritisiert.

Jades im Interview

Darum gab es zwei Lostöpfe

24. Oktober 2016, 22:14 Uhr
Foto: Fabian Strauch

Foto: Fabian Strauch

Wut, Verwunderung und Unverständnis: Die Auslosung der Viertelfinal-Begegnungen wurde bereits während der Veranstaltung scharf kritisiert.

Im RS-Interview erklärt Wolfang Jades, Vorsitzender des Fußballausschusses des Fußballverband Niederrhein (FVN), warum es zwei Lostöpfe gegeben hat und welche Möglichkeiten den Vereinen nun bleiben.

Wolfang Jades, bitte erklären Sie, warum aus zwei Töpfen gelost wurde.
Der Verbandsfußballausschuss hat sich darüber Gedanken gemacht – wie in den gesamten Runden davor auch. Wir waren der Meinung, dass wir aufgrund der Konstellation von vier Oberligisten und vier höherklassigen Vereinen hier noch einmal so eine Entscheidung treffen. Wenn jetzt nur zwei Oberligisten drin gewesen wären, hätten wir nur aus einem Topf gelost. Das haben wir seit Jahren so gehalten und werden wir auch in den kommenden Jahren so machen.

Auf der Veranstaltung gab es für diesen Entschluss bereits Gegenwehr. Halten Sie dennoch daran fest?
Das kann sein, das weiß ich nicht. Entscheidend ist immer die Konstellation. Wir werden das von Jahr zu Jahr und von Runde zu Runde entscheiden. Da kann es durchaus auch sein, dass wir aus einem Topf losen. Das werden wir immer selbst entscheiden, weil wir vom Spielbetrieb aus die sind, die diese Entscheidung zu treffen haben.

Sie haben den Vereinen den Weg der Beschwerde vorgeschlagen. Wie schnell kann so eine Beschwerde durchgesetzt werden?
Der Weg der Beschwerde steht jedem offen. Es ist die Frage, wann die einzelnen Gremien tagen. Ich habe das bisher noch nie erlebt. Ich weiß auch nicht, ob die Anhänger der Vereine so froh sind, wenn eine Beschwerde kommt und der Verein den MSV, Rot-Weiss Essen oder Rot-Weiß Oberhausen gezogen hat. Wie lange das dauert, ob der Beschwerde stattgegeben wird oder nicht – das kann sich einige Zeit hinziehen. In diesem Zusammenhang muss man noch einmal sehen: Wir haben ohnehin arge Schwierigkeiten, die Spiele durchzuführen – egal wo. Auch wegen der Sicherheitsvorkehren. Die Termine wachsen nicht auf den Bäumen.

Bei den Fans der Fußballszene macht der Vorwurf die Runde, dass der Verband sein Traumfinale – möglicherweise MSV Duisburg gegen Rot-Weiss Essen – sehen will. Können Sie das nachvollziehen?
Dass so ein Finale immer schön ist, ist klar. So klar aber waren die Ergebnisse in den vorherigen Runden nicht, das hat man in Uerdingen gegen den MSV gesehen. Im Halbfinale kann es ohnehin schon zu der Begegnung zwischen Duisburg und Essen kommen. Wir waren immer der Auffassung, dass wir den kleineren Vereinen mit einem Großen einen Gefallen tun können.

Dann könnte man Ihnen also unterstellen, dass Sie im Viertelfinale vier Überraschungen provozieren wollen?
Wir wollen die nicht provozieren, aber auch davon lebt ja der Fußball. Das hat es alles schon gegeben – siehe Baumberg gegen Oberhausen im Finale.

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