Nach drei Siegen in Folge erwischte es den Aufsteiger Firtinaspor Herne am letzten Spieltag so richtig. Mit 2:8 ging das Team um Trainer Cevdet Zurel beim VfB Günnigfeld unter.

Firtinaspor Herne

"Das war ein Erdbeben"

Robert Bauguitte
24. Oktober 2016, 17:31 Uhr
Foto: Funke Foto Services

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Nach drei Siegen in Folge erwischte es den Aufsteiger Firtinaspor Herne am letzten Spieltag so richtig. Mit 2:8 ging das Team um Trainer Cevdet Zurel beim VfB Günnigfeld unter.

Der bisherige Saisonverlauf von Firtinaspor Herne liest sich nicht schlecht. Nach drei Siegen in Folge und insgesamt 17 Punkten aus 11 Spielen kann man beim starken Aufsteiger eigentlich von einem gelungenen Start in das Abenteuer Landesliga sprechen. In der sehr ausgeglichenen Staffel 3 ist das Team um Trainer Cevdet Zurel mit nur drei Zählern Rückstand auf Tuchfühlung zum Spitzenreiter SV Sodingen. Das kürzliche 2:8 beim Liga-Konkurrenten VfB Günnigfeld hinterlässt jedoch tiefe Spuren in der Bilanz der Mannschaft und wirft die Frage auf, wie es dazu kommen konnte.

"Das war ein Erdbeben. Da gibt es keine Ausreden", betont Zurel. Zu keiner Zeit fanden seine Spieler in die Partie an der Günnigfelder Kirchstraße und lagen bereits nach 22 gespielten Minuten mit 0:3 hinten. Vor allem das momentane Verletzungspech brach Firtinaspor bereits vor Spielbeginn das Genick: "Uns sind kurzfristig zwei Jungs in der Innenverteidigung ausgefallen, die wir nicht ersetzen können. Es fehlt da einfach die Qualität und die Breite im Kader um darauf zu reagieren", weiß Zurel wo das derzeitige Problem liegt. "Wenn dann der Ersatz auch noch solche Fehler macht, hast du hier leider keine Chance mehr." Bereits nach 26 Minuten wechselte Zurel und brachte [person=22537]Yunus Akdeniz[/person] für [person=21972]Ersin Kavsur[/person]. Mehr als der Anschlusstreffer war für sein Team aber nicht drin. Zurel: "Ein bisschen Pech ist sicher auch dabei. Wären die beiden anschließenden Pfostentreffer drin, steht es zur Pause 3:3."

Wir haben richtig auf die Fresse bekommen. Aber das ist auch gut so!
Cevdet Zurel

Nach dem Seitenwechsel kam Herne mit neuem Elan aus der Kabine, doch wieder sorgten individuelle Schnitzer für schnelle Gegentore. "Wir haben richtig auf die Fresse bekommen. Aber das ist auch gut so! Diese Erfahrung muss jeder Sportler in seinem Leben einmal gemacht haben", so der Firtinaspor-Trainer. Eine Gelb-Rote Karte kurz vor Spielende besiegelte schließlich das Schicksal und sorgte für zwei weitere Treffer des VfB Günnigfeld. Zurel: "Da haben meine Spieler dann leider die Köpfe hängen lassen."

Für die nächsten Wochen will der Coach wieder Leben in die Mannschaft bringen. "Klar schaut man auch nach unten, aber wir haben jetzt 17 Punkte sicher. Ich habe immer gesagt, dass wir noch keinen Kader für diese Liga haben. Da bin ich auch gerne ein Tiefstapler. Fakt ist, wenn die erste Elf auf dem Platz steht und wir von Verletzungssorgen verschont bleiben, schlagen wir jeden!" Bereits gegen den VFL Kemminghausen am nächsten Sonntag soll die Wende eingeleitet werden. Kopfschmerzen bereitet Zurel weiterhin die Startaufstellung: "Nach dem Platzverweis und den Ausfällen bekommen wir echte Probleme. Ich kann noch nicht sagen wer spielt, nehme meine Jungs aber natürlich alle in die Pflicht."

Autor: Robert Bauguitte

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