Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, hat nach dem 3:3 gegen den bisherigen Tabellenletzten FC Ingolstadt  erneut um Geduld für die junge BVB-Mannschaft geworben.

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Watzke hofft auf Toprak-Transfer

Daniel Berg
23. Oktober 2016, 15:27 Uhr
Foto: Tillmann

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Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, hat nach dem 3:3 gegen den bisherigen Tabellenletzten FC Ingolstadt erneut um Geduld für die junge BVB-Mannschaft geworben.

"Wir sind gerade dabei, eine neue Mannschaft aufzubauen. Den Kampfgeist werden schon alle noch zu sehen kriegen, da können Sie sicher sein. Vielleicht nicht sofort in dieser Saison", sagte Watzke im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF auf die Frage, wo im Hinblick auf das Meisterrennen mit Bayern München sein Kampfgeist geblieben sei: "Ich glaube, in ein, zwei Jahren werden wir eine ganz starke Mannschaft haben. Das prophezeie ich." Eine Mannschaft mit Titelperspektive. "Die Meistermannschaft von 2011 und 2012 hat auch zwei, drei Jahre gebraucht, sich zu entwickeln." Um mit dieser jungen Mannschaft und derzeit mehr als zehn Verletzten die Jagd auf Tabellenführer Bayern München auszurufen, "musst du ja einen an der Waffel haben", sagt Watzke.

Der BVB-Boss glaubt ohnehin nicht an eine Schwächephase des Branchenführers: "Ich habe auch gelesen, dass sie sich in einer unfassbaren Krise befinden, ohne allerdings ein Bundesligaspiel zu verlieren. Solche Krisen hätte ich auch gerne. Die Bayern spielen anders als unter Pep Guardiola, aber sie liefern weiterhin Ergebnisse und haben erst ein Spiel verloren. Das war bei Atletico Madrid. Entschuldigung, da verlieren viele."

Den zuletzt kursierenden Gerüchten, die Borussia wolle Timo Horn, Torwart des 1. FC Köln im kommenden Sommer verpflichtet, trat Watzke in der Sendung entgegen: "Wir haben zwei erstklassige Torhüter und daher keinen Bedarf - auch nicht im nächsten Sommer." Anders ist die Lage bei Leverkusens Innenverteidiger Ömer Toprak. Auf die Behauptung, dass Toprak im kommenden Sommer zum BVB wechseln würde, sagte Watzke: "Ich hoffe."

Zudem bestätigte Watzke, dass der spanische Rekordmeister Real Madrid ein Auge auf Trainer Thomas Tuchel geworfen habe. "Nach dem vergangenen Jahr ist allen bekannt, dass wir einen erstklassigen Trainer haben. Das ist denen bei Real Madrid nicht verborgen geblieben, die sind ja nicht völlig bescheuert", meinte Watzke, wies aber darauf hin, dass Tuchels Vertrag noch bis 2018 gültig sei und er noch 20 Jahre lang Trainer sein könne. In denen sei genug Zeit, noch zu Real Madrid zu wechseln. Erst einmal solle er seine hervorragende Arbeit beim BVB noch möglichst lang fortsetzen. Für den Fall, dass in ferner Zukunft wieder ein Trainer gesucht wird, wollte Watzke auch eine Rückkehr von Ex-Trainer Jürgen Klopp, der derzeit mit dem englischen Spitzenklub FC Liverpool erfolgreich ist, nicht ausschließen: "Jürgen hat eine so großartige Ära geprägt, dass er zu jeder Tages- und Nachtszeit nach Dortmund kommen könnte und gefeiert werden würde. Man weiß nie, was im Fußball passiert. Die Bayern haben Ottmar Hitzfeld auch zurück geholt. Aber Jürgen ist in Liverpool total erfolgreich und fühlt sich sehr wohl. Ich glaube, dass er seinen Vertrag gefühlt bis 2050 verlängert hat."

Autor: Daniel Berg

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