Nach dem 1:1-Unentschieden zwischen den FSV Zwickau und FSV Frankfurt hat Roland Vrabec Rassismus-Vorwürfe gegen die Fans der Gastgeber erhoben.

3. Liga

Frankfurt-Trainer erhebt Rassismus-Vorwurf

RS
23. Oktober 2016, 10:39 Uhr
Foto: firo

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Nach dem 1:1-Unentschieden zwischen den FSV Zwickau und FSV Frankfurt hat Roland Vrabec Rassismus-Vorwürfe gegen die Fans der Gastgeber erhoben.

Gegenüber dem MDR sagte der Trainer der Hessen: „Wenn unser Spieler Shawn Barry am Ball ist und dann Affenlaute gerufen werden, die ganz klar in die rassistische Richtung gehen, kann ich es einfach nicht tolerieren“. Vrabec legte nach und bezeichnete die Zwickauer Fans als „das schlechteste Publikum, das ich je gesehen habe.“

Bereits während der Partie geriet der 42-Jährige mit einigen Fans der Sachsen aneinander. „Es war in meinen Augen einfach nicht angebracht, welche Zurufe da geäußert wurden“, verteidigte der Frankfurter auf der Pressekonferenz sein Verhalten. Gleichzeitig gab er jedoch zu, dass er sich in der ein oder anderen Situation besser im Griff hätte haben müssen.

Die Vorwürfe von Vrabec hinterlassen jedoch einen bitteren Nachgeschmack. Denn weder die zahlreichend anwesenden TV- und Radiojournalisten sollen von den besagten Lauten nichts mitbekommen haben. Und auch Zwickau-Kapitän Toni Wachsmuth äußerte sich gegenüber dem MDR: „Ich weiß jetzt auch nicht, ob wir jedes Vierteljahr mit irgendwelchen Vorwürfen derart konfrontiert werden müssen. s war ein Fußballspiel, wo es zur Sache ging, wo es aber nie unfair auf dem Platz zuging. Wir sind mit Sicherheit keine derartige Mannschaft, als die uns manch einer gerne hinstellt.“

Der Verein hat inzwischen auf den Vorwurf von Frankfurts Trainer reagiert und sich bei Twitter zu Wort gemeldet. „Und wieder hat nur eine einzige Person angeblich etwas gehört. Es ist unglaublich! Lasst uns endlich damit in Ruhe“, schrieb der Social Media-Beauftragte der Sachsen.

Autor: RS

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