Der FC Bayern ist in der Bundesliga zu alter Dominanz zurückgekehrt. Das Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach gewannen die Münchner hochverdient mit 2:0 (2:0).

Bundesliga

Mutlose Gladbacher chancenlos in München

Michael Ryberg
22. Oktober 2016, 21:28 Uhr
Foto: Firo

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Der FC Bayern ist in der Bundesliga zu alter Dominanz zurückgekehrt. Das Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach gewannen die Münchner hochverdient mit 2:0 (2:0).

In seiner Mixedzone hüpfte André Schubert bisweilen wie ein Flummi auf und ab. Der Frust des Cheftrainers von Borussia Mönchengladbach suchte in den ersten 45 Spielminuten des Bundesliga-Klassikers mit dem FC Bayern sich ein kleines Ventil. Das hatte einen Grund: Auf den Jubelabend von Glasgow folgte am Samstag in der Münchener Allianz-Arena der fast schon befürchtete Sturz in den Haifischtank. Zumindest eine Halbzeit lang spielte der amtierende Meister die Gladbacher fröhlich vor sich her und siegte letztlich ohne größere Mühe mit 2:0 (2:0).

Borussias Startelf vom Celtic Park, die in der Champions League am Mittwoch ein 2:0 beim schottischen Meister entführt hatte, war durch Ibrahima Traorés Oberschenkelzerrung unerwartet gesprengt. Der wiedergenesene Fabian Johnson rückte für den Nationalspieler aus Guinea ins Team. Doch auch mit Traoré wäre die Partie im Luftkissenboot zu Fröttmaning wohl kaum anders verlaufen.

Selbst der Aberglaube an die grasgrünen Auswärtstrikots, in denen es die beiden jüngsten Reise-Siege in Darmstadt und in Berlin gegeben hatte, half gegen vor der Pause erdrückend überlegene Bayern nicht weiter.
Die Roten spielten allein, Gladbach hetzte ständig der Kugel hinterher. Nur eine schöne Kombination konnte Borussia in Halbzeit eins anbringen: Johnson jagte eine weite Flanke von Hahn per Direktabnahme über Manuel Neuers Querlatte.

Hahn trifft nach der Pause nur den Pfosten

Der Rest war nur Bayern. Rafinhas Flanke nickte der Irokesen-Chilene Arturo Vidal per Kopf ins Netz. Nico Elvedi und Julian Korb sahen staunend zu (16. Min.). Beim 2:0 durch Douglas Costa leistete Oscar Wendt per Ausrutscher im Borussia-Strafraum noch direktere Schützenhilfe. Spätestens in der 31. Minute war Trainer Schuberts 4-4-2-Taktik in der Rückwärtsbewegung pulverisiert. Bayern drückte die Gladbacher Formation bis an den Borussia-Strafraum zurück, leistete sich über die gesamte erste Halbzeit nur vier halbwegs forcierte Fehlpässe.

Nach der Pause sah es für die Borussen zwar besser aus. Weil Bayern etwas locker ließ. Wirklich prickelig wurde es allerdings nur in der 71. Minute: Eine weite Flanke von Julian Korb lenkte André Hahn gegen den linken Torpfosten. Mit dem 1:2 wäre sicher noch einmal Spannung aufgekommen. Gladbach spielte im zweiten Durchgang defensiv ein 5-4-1, stand gegen nachlassende Münchener sicherer und wendete ein sich in Halbzeit eins durchaus andeutendes Debakel noch ab.

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht: Am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) steht bereits die zweite Runde im DFB-Pokal mit dem Heimspiel gegen den Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart auf dem Kalender.

Autor: Michael Ryberg

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