Borussia Dortmund hat beim FC Ingolstadt in einem dramatischen Spiel einen Punkt geholt. Die Partie endete 3:3. In der ersten Hälfte verteidigte der BVB desolat. Der Spielbericht.

BVB

3:3! Pulisic rettet in Ingolstadt einen Punkt

Daniel Berg
22. Oktober 2016, 17:33 Uhr
Foto: Firo

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Borussia Dortmund hat beim FC Ingolstadt in einem dramatischen Spiel einen Punkt geholt. Die Partie endete 3:3. In der ersten Hälfte verteidigte der BVB desolat. Der Spielbericht.

Borussia Dortmund verliert die Spitze der Fußball-Bundesliga immer weiter aus den Augen: Beim bisherigen Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt kämpfte sich der Vizemeister zwar nach 0:2- und 1:3-Rückstand zurück ins Spiel, konnte aber nach den Spielen gegen Leverkusen (0:2) und Berlin (1:1) erneut keinen Erfolg in der Liga feiern. Christian Pulisic rettete in der Nachspielzeit mit seinem Tor zum 3:3 (0:2) zumindest einen Punkt.

Thomas Tuchel schickte eine überraschende Mannschaft auf den Platz. Fünf Wechsel vollzog der Trainer im Vergleich zum Champions-League-Spiel bei Sporting Lissabon am vergangenen Dienstag (2:1): Roman Weidenfeller rückte ins BVB-Tor, Joo-Ho Park verteidigte auf der linken Seite, zudem kamen die zuletzt noch verletzten Lukasz Piszczek, Gonzalo Castro und Adrian Ramos zu Beginn zum Einsatz.

Und besonders Weidenfeller hatte einen Premiumplatz erhalten, um den bemerkenswerten Verlauf der ersten Halbzeit zu begutachten. Denn schon nach sechs Minuten ging der Tabellenletzte in Führung.

Markus Suttner brachte einen Freistoß von der halbrechten Ingolstädter Offensivseite vor das Tor, wo Almog Cohen erstaunlich unbehelligt volley aus fünf Metern vollendete. Sieben Minuten später tauchte Lukas Hinterseer frei vor Weidenfeller auf, seinen Seitfallzieher parierte der Torwart aber gekonnt. Doch damit war das Unheil aus schwarz-gelber Sicht nur aufgeschoben, weil Ingolstadt einfach seinen ersten Treffer wiederholte: Scharfe Freistoß-Flanke von rechts, kein Dortmunder nah genug bei Dario Lezcano, Kopfball, drin. 2:0 für Ingolstadt nach 24 Minuten. Ein Ergebnis, das bis zur Halbzeitpause Bestand hatte. Schmeichelhaft für den BVB, weil Hinterseer (36.), Pascal Groß (44.) und Cohen (45.) weitere Hochgefahrsituationen kreierten, aber mal an Weidenfeller oder fehlender Präzision scheiterten.

Und Dortmund? Spielte sich keine größere Gelegenheit in der ersten Halbzeit heraus. Gegen die gekonnt formierte rote Wand des FCI fehlten Ideen und Geschwindigkeit. Daher blieben Distanzschüsse von Ousmane Dembélé (16.) und Gonzalo Castro (28.) Ausdruck Dortmunder Ungefahr.

Zur zweiten Halbzeit brachte Tuchel dann Christian Pulisic für Joo-Ho Park, um der Offensive mehr Elan zu verleihen. Und das zeitigte in der 59. Minute ein erstes Ergebnis: Der mit der Kapitänsbinde ausgestattete Pierre-Emerick Aubameyang köpfte eine hübsche Flanke von Dembélé aus kurzer Distanz ins Tor. Hoffnung in der 59. Minute - aber die währte nur Sekunden. Denn tatsächlich im ersten Angriff nach Wiederanpfiff erhöhte erneut Lezcano auf 3:1. Bedenklich frei war er im Strafraum zum Schuss gekommen, Weidenfeller war noch mit dem Handschuh am Ball. Nur eine Minute später wäre beinahe schon die Vorentscheidung gefallen. Bei einem Konter lief Moritz Hartmann frei in Richtung Dortmunder Tor, traf aber nur den Pfosten.

Die Borussia tat sich weiterhin schwer, sich planvoll Chancen herauszuspielen. So landete der Ball eher zufällig vor den Füßen von Adrian Ramos, der aus zwölf Metern abzog und traf (69.). 2:3 und noch mehr als 20 Minuten zu spielen. Der eingewechselte Felix Passlack zwang Örjan Nyland mit einem Fernschuss zu einer sehenswerten Parade (79.), Mario Götze scheiterte ebenfalls am Ingolstädter Torwart (86.). Und als der Keeper einmal geschlagen schien, klärte Florent Hadergjonaj kurz vor der Linie vor dem heranstürmenden Christian Pulisic (88.). Dem Amerikaner war dennoch die Schlusspointe vorbehalten: In der Nachspielzeit traf er nach einer Dortmunder Ecke - und sorgte so wenigstens noch für Jubel über einen Punkt.

Autor: Daniel Berg

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