Rot-Weiss Essen befindet sich momentan in Torlaune.

RWE

Demandt-Elf feiert überzeugenden Sieg in Siegen

Ralf Wilhelm
22. Oktober 2016, 10:23 Uhr
Foto: Tillmann

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Rot-Weiss Essen befindet sich momentan in Torlaune.

Auch beim Aufsteiger Sportfreunde Siegen feierte das Team von Trainer Sven Demandt am Freitagabend einen verdienten 4:1-Erfolg gegen die defensivschwächste Mannschaft der Liga. Gute Voraussetzungen auf einen schönen Derbyabend nächsten Freitag an der Hafenstraße gegen Wattenscheid 09.

Die positive Überraschung vor dem Anpfiff im Leimbachstadion blieb wie befürchtet aus: Für Kamil Bednarski (Infekt) kam die Partie am Freitagabend zu früh, immerhin stand Niclas Heimann, der unter der Woche ebenfalls reduziert trainierte, als Nummer eins im Tor. Den Gastgebern, denen das 2:2 letzte Woche in Düsseldorf Auftrieb gegeben hatte, gehörte die Anfangsphase. Marco Beier (2.), der Ex-Rot-Weisse, fliegt ganz knapp an einer Flanke vorbei. Nach zehn Minuten bekamen die Gäste die Partie aber in den Griff: Nach Ecke war Roussel Ngankam aus kurzer Distanz so überrascht, an die Kugel zu kommen, dass er aus kurzer Distanz Siegens Keeper Dominik Poremba anschoss.

Besser machte es Marcel Platzek nach 22 Minuten: In einer undurchsichtigen Situation netzte er zur Führung ein. Aber die Freude währte nicht lange: Dalman (24.) war nach einer Ecke aufgerückt, erhielt an der Strafraumgrenze den Ball, sein Schuss wurde noch abgefälscht und prallt hinter Heimann ins Netz: 1:1.

Jetzt wurde es ein offener Schlagabtausch. Wiederum zwei Minuten später wurde der Vorsprung wieder hergestellt: Plöztlich taucht der schnelle Ngankam frei vor Poremba und schiebt dieses Mal eiskalt aus zehn Metern unten rechts ins Eck. Der Mann hat einen Lauf!
Das Spiel nahm sich eine kurze Verschnaufpause, ehe Kevin Grund nach einer Flanke von Platzek am zweiten Pfosten mit dem Kopf(!) zur Stelle war: 3:1 nach 37 Minuten, ganz nach dem Geschmack der Gäste, hier frühzeitig klare Verhältnisse zu schaffen. Aber hinten bleiben die Rot-Weissen zu nachlässig: Gegen den völlig blanken Daniel Hoff aus sechs Metern braucht es schon eine Glanztat Heimanns.

Nach der Pause kamen die Platzherren agiler aus den Kabinen, während sich die Essener bei einsetzendem Nieselregen vornehmlich auf Verteidigung des Vorsprungs konzentrierten. Erst in der 66. Minute die nächste Chance für RWE, doch nach Flanke von Grund verzieht der aufgerückte Dennis Malura am rechten Pfosten deutlich. Doch nach 74 Minuten ist der Deckel auf der Partie: Abwehrchef Philipp Zeiger, der anscheinend gerade auf Torjäger umschult, muss sich nach einer halbhohen Flanke von Benjamin Baier fast ein wenig bücken, um zum 4:1 einzuköpfen. Mit seinem 5:1 (87.), seinem zweiten Doppelpack in Folge, avanciert Ngankam allmählich zum Publikumsliebling.

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Autor: Ralf Wilhelm

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