Wenn es zuletzt bei Westfalia Herne um Zahlen ging, dann spielte vor allem die Anhäufung von Roten Karten in den vergangenen drei Wochen eine Rolle.

Westfalia Herne

Ohne fünf Gesperrte gegen Holzwickede

Stephan Falk
22. Oktober 2016, 11:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Wenn es zuletzt bei Westfalia Herne um Zahlen ging, dann spielte vor allem die Anhäufung von Roten Karten in den vergangenen drei Wochen eine Rolle.

Es gibt allerdings noch ein paar andere Werte der Herner rund um den wieder zurückeroberten Tabellenplatz eins, die sich aufzählen lassen vor dem Heimspiel am kommenden Sonntag (15 Uhr, Stadion am Schloss Strünkede) gegen den Holzwickeder SC.

Mit dem 3:2-Sieg in Wickede haben die Herner wieder in die Spur zurückgefunden, die Trainer Christian Knappmann noch im Laufe der vorigen Saison unmissverständlich vorgezeichnet hatte: Es ist die, die von Platz eins aus in die Oberliga Westfalen führt. Die Herner haben ja nicht nur wieder anstelle der DJK TuS Hordel die Tabellenführung mit zwei Punkten Abstand übernommen. Knappmann: „Wir haben fünf Punkte Vorsprung vor Platz drei und schon sieben auf Platz vier. Bisher haben wir einen Punkteschnitt von 2,5 pro Spiel, und wenn es dabei bleibt, wären es 75 Punkte am Saisonende. Die und mehr sind auch unser Ziel.“

Unter der Woche wurmte den Trainer die Rote Karte wegen Meckerns gegen Dejan Petrovic beim 5:1-Pokalerfolg über die SG Castrop-Rauxel. Für unnötige Platzverweise hat Knappmann finanzielle Konsequenzen angekündigt (wir berichteten). Für das Spiel gegen Holzwickede fallen gesperrt Petrovic, Ayaz, Rößler, Haar und Klein aus. „Wir haben im Kader genug Qualität, um die Ausfälle zu kompensieren. Aber es geht um die Außendarstellung und darum, dass wir auch sportlich kühlen Kopf bewahren“, sagt Christian Knappmann.

Den hat Mittwochabend bei der SG Castrop-Rauxel vor dem gegnerischen Tor vor allem der dreifache Torschütze Fatmir Ferati bewiesen, ebenso Miko Trisic mit seinen zwei Treffern. Außerdem überzeugte in der Offensive Dennis Gumpert, so Christian Knappmann.

Gegen den Tabellenfünften Holzwickede am Sonntag werden die Herner auf Beweglichkeit, Tempo und Technik setzen. Denn die Gäste, so Knappmann, kommen als robustes Team mit großen Spielern. Die Herner wollen weiter an der Spitze bleiben, und einen besonderen Faktor, der sich zum Klassenprimusgefühl gesellt, benennt Hernes Trainer Knappmann: „Wir merken, dass Erfolg bei manchen auch unbeliebt macht. Aber damit können wir umgehen und arbeiten mit Spaß weiter.“

Während die Herner am vergangenen Sonntag in Wickede 3:2 gewannen, waren auch die Holzwickeder auswärts erfolgreich. Die Mannschaft von Trainer Axel Schmeing setzte sich glatt mit 3:0 in Wiemelhausen durch.

Autor: Stephan Falk

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