Es gibt in der Fußball-Oberliga vor dem elften Spieltag nur noch eine Mannschaft, die ungeschlagen ist: Den 1. FC Kaan-Marienborn.

SC Hassel

Falkowski wie Huub Stevens

Ralf Birkhan
22. Oktober 2016, 10:07 Uhr
Foto: Buschmann

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Es gibt in der Fußball-Oberliga vor dem elften Spieltag nur noch eine Mannschaft, die ungeschlagen ist: Den 1. FC Kaan-Marienborn.

Und genau das will Trainer Thomas Falkowski am Sonntag (13.30 Uhr, Lüttinghof) mit dem SC Hassel im Heimspiel ändern.

Das Problem: Kaan-Marienborn, ebenso wie der SC Hassel ein Aufsteiger, hat eine Betonabwehr. Das Team hat in dieser Saison erst fünf Gegentore zugelassen, kein anderer Oberligist kann dabei mithalten. Bei der Analyse des Gegners hat Falkowski den Grund für diese Stärke entdeckt. „Die Mannschaft denkt defensiv“, sagt er.

Allerdings darf sich der SC Hassel davon nicht einlullen lassen, denn Falkowski hat auch den zweiten Teil des Kaan-Marienborner Erfolgsgeheimnisses schnell gefunden. „Wenn sie den Ball erobert haben, geht es mit einem Ball in den Rücken der gegnerischen Abwehr nach vorne“, beschreibt er ein taktisches Schema des Gegners. Wer sich zu weit nach vorne locken lässt, kriegt damit sofort Probleme.

Und damit nicht genug: Kaan-Marienborn verfügt über Spieler, die bei Standards erfolgreich im Abschluss sein können. „Du passt eine Sekunde nicht auf, Standard, Kopfball, Gegentor, und die ziehen sich zurück und lachen sich kaputt“, warnt Falkowski. Nicht ohne Grund, denn seine Mannschaft ist bei Standardsituationen in dieser Saison anfällig. Das Gegenrezept heißt: Konzentration, Konzentration und nochmals Konzentration.
Genau das erwartet der Coach von den Spielern des SC Hassel, denn seine Mannschaft soll nach seinem Wunsch die erste sein, die den zweiten Aufsteiger in dieser Spielzeit besiegt. „Das wäre eine super Sache“, findet er.

Patrick Rudolph war unterwegs
Personell sieht es bei den Gastgebern endlich einmal fast richtig gut aus. Mittelfeldspieler Julian Hellmich wird fehlen, weil er nochmals bei der „Zweiten“ zum Einsatz kommen soll (die WAZ berichtete). Angreifer Jonas Schmidt fällt wegen muskulärer Probleme aus, doch sonst sind alle Mann an Bord.

Patrick Rudolph, die Säule im Mittelfeld des SC Hassel, konnte zwar in dieser Woche nicht mit der Mannschaft trainieren, weil er beruflich unterwegs war. Aber er war im Fitness-Studio und hat sich für das Abschlusstraining zurück gemeldet. „Wenn er fit ist, dann spielt er auch, er ist einer unserer Anführer“, so der Trainer.

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Bleibt nur eine Frage: Wer ist am Sonntag nach dem Abpfiff der beste Aufsteiger in der Oberliga? „Das sollten wir sein“, findet Falkowski. „Wenn wir 100 Prozent abliefern, können wir das schaffen. Wir dürfen uns bloß kein dummes Tor einfangen.“ Und das fasst man am besten mit einem Zitat des früheren Schalker Trainers Huub Stevens zusammen, den Falkowski zitiert: „Die Null muss stehen!“

Autor: Ralf Birkhan

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