Freilich - es gibt angenehmere Aufgaben als die, die Rot-Weiss Essen am kommenden Spieltag zu meistern hat.

RWE

So ungemütlich wird es in Siegen

20. Oktober 2016, 17:49 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Freilich - es gibt angenehmere Aufgaben als die, die Rot-Weiss Essen am kommenden Spieltag zu meistern hat.

An einem Freitagabend bei Regen und lausigen Temperaturen nach Siegen zu fahren, ist sicher nicht die Lieblingsbeschäftigung eines Regionalliga-Fußballers.

Cheftrainer Sven Demandt sieht das pragmatisch. Etwas anderes bleibt ihm schließlich auch nicht übrig: „Entscheidend ist, dass wir wissen, was uns erwartet. Ein tiefer Boden, Regen und eine Mannschaft, die sich einigeln wird ohne Ende.“ Und ebenso pragmatisch ist die Feststellung, dass eine harte Geduldsprobe auf seine Elf wartet. „Wir müssen den Gegner zu Fehlern zwingen. Standards sind da ein gutes Mittel“, weiß der 51-Jährige.

Zumal: Die Defensive der Siegener ist mit sage und schreibe 35 Gegentreffern die schwächste der Liga. Und Rot-Weiss hat sich am vergangenen Wochenende beim 5:2-Heimsieg gegen die U21 des 1. FC Köln in Stimmung geschossen.

Alles andere als ein Essener Sieg also käme einer faustdicken Überraschung gleich. Und obschon die drei Punkte noch nicht fest eingeplant sind, ist Demandt klar, dass am Freitagabend bei einem Sieg wieder der Anschluss an die vorderen Plätze hergestellt sein wird - sofern RWE die beiden Nachholspiele gewinnt. Das ist jedoch keine Info, die den Cheftrainer hinterm Ofen hervorlockt, wenn es darum geht, nach einem Drittel der Saison über eine Zielsetzung zu sprechen. „Wir sind gut beraten, jedes Spiel einzeln zu sehen. Ich denke nur bis Siegen“, blockt er ab.

Eine andere Möglichkeit bleibt ihm auch nicht. Schließlich muss er bis zum Auswärtsspiel im Siegener Leimbachstadion noch einmal personell umplanen. Kamil Bednarski droht auszufallen - der Angreifer hat gesundheitliche Probleme. Im Tor könnte es einen Wechsel geben. Das hängt jedoch davon ab, wie gut Niclas Heimann mit seiner Adduktoren-Verletzung klarkommt. „Da habe ich die wenigsten Bauchschmerzen. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass wir zwei gute Torhüter haben.“
Wenig Raum für Spekulationen bietet hingegen die Innenverteidigung. Da machte das Duo bestehend aus Philipp Zeiger und Jan-Steffen Meier gegen Köln einen guten Job. „In der Defensive werden wir keinen Wechsel vornehmen“, prognostiziert der RWE-Trainer.

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