Schalkes Trainer Markus Weinzierl ist heute beim Europa League-Gruppenspiel in Krasnodar (19 Uhr/Sky) als Improvisations-Künstler gefordert.

Schalke

Weinzierl als Improvisations-Künstler gefordert

Thomas Tartemann
19. Oktober 2016, 19:13 Uhr
Foto: firo

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Schalkes Trainer Markus Weinzierl ist heute beim Europa League-Gruppenspiel in Krasnodar (19 Uhr/Sky) als Improvisations-Künstler gefordert.

Mit Breel Embolo (Sprunggelenks-Operation), Eric Maxim Choupo-Moting (Entzündung im Knie), Leon Goretzka, Nabil Bentaleb und Sead Kolasinac fallen fünf Leistungsträger aus. „Wir wollen 100 Prozent geben. Dafür brauchen wir zu 100 Prozent fitte Spieler. Bei Bentaleb, Goretzka und Kolasinac war das Risiko zu groß. Wir haben deswegen entschieden, die drei nicht mitzunehmen.“ Das Trio blieb wegen muskuläre Probleme in Gelsenkirchen.

Dafür schafften mit Dennis Aogo, der zuletzt muskuläre Beschwerden hatte und einige Wochen kürzer treten musste, sowie den Talenten Thilo Kehrer und Bernard Tekpetey drei neue Kräfte teils überraschend den Sprung in den Kader für das Krasnodar-Spiel.

Sport-Vorstand Christian Heidel sieht die Berücksichtigung von mehreren Profis, die zuletzt keine oder untergeordnete Rollen spielten, mit Interesse. „Es ging zuletzt das Gerücht um, dass der eine oder andere bei uns nicht ganz zufrieden war. Jetzt können sich alle, die reinkommen, beweisen“, sagt Heidel, der Krasnodar als harten Konkurrenten sieht. „Unser Verteidiger Naldo hat uns alles über die Brasilianer bei Krasnodar erzählt. Die Mannschaft hat Qualität“, lobt Heidel den russischen Emporkömmling, der erst 2008 gegründet wurde und von Klub-Chef Sergej Galizkij ein nagelneues Stadion gebaut bekam.

Schalke kommt in den Genuss, als erste Vereins-Mannschaft ein Spiel in der hochmodernen Arena auszutragen. „Ich finde das Stadion beeindruckend“, sagt Markus Weinzierl, „diese Gegebenheiten sind auch für uns neu. Eine Videoleinwand dieser Größenordnung gibt es in Deutschland nicht.“ Kurios beim Duell um den ersten Platz in Gruppe I: Sowohl bei Krasnodar als auch bei Schalke spielt ein Naldo. Schalkes Naldo muss lachen, wenn er darauf angesprochen wird. „Ich kenne den anderen Naldo nicht persönlich. Es ist schon ein bisschen komisch, dass es noch einen zweiten Naldo gibt. Er macht bei Krasnodar einen sehr, sehr guten Job.“

Der „echte“ Naldo will allerdings noch bessere Arbeit abliefern. „Die Vorfreude ist bei uns groß. Krasnodar will die Premiere gewinnen. Wir müssen bereit sein.“ Markus Weinzierl zeigt sich trotz der personellen Tiefschläge kampfeslustig. „Wir sind auf den Gegner vorbereitet und wollen in Krasnodar gewinnen.“ Das würde die Königsblauen enorm weiter bringen – und den „echten“ Naldo freuen.

Autor: Thomas Tartemann

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